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| 15:55 Uhr

Hort soll ins Begegnungszentrum ziehen
Boxberg braucht Platz in der Kita

 Im Begegnungszentrum in Boxberg wird in Zukunft eine Gruppe von Hortkindern untergebracht. Das hat der Gemeinderat beschlossen, um mehr Platz in der Kita „Bummi“ zu schaffen.
Im Begegnungszentrum in Boxberg wird in Zukunft eine Gruppe von Hortkindern untergebracht. Das hat der Gemeinderat beschlossen, um mehr Platz in der Kita „Bummi“ zu schaffen. FOTO: Joachim Rehle
Boxberg. Die Geburtenzahlen steigen. Deshalb soll nun der Hort ins Begegnungszentrum ziehen. Von Christian Köhler

Nicht nur in Rietschen oder Weißwasser sind die Geburtenzahlen in jüngster Vergangenheit nach oben gegangen. „Die Kinderzahl in unseren drei Kitas ist nicht nur stabil, sondern ansteigend“, verkündet Boxbergs Hauptamtsleiter Arian Leffs während der jüngsten Ratssitzung. So sind seinen Angaben zufolge die Kita in Boxberg und Reichwalde vollbelegt, nur in Uhyst seien noch wenige Plätze. „Für die Kita „Bummi“ in Boxberg haben wir sogar Warteplätze“, erklärt Leffs dem Rat.

Deshalb habe die Gemeindeverwaltung Kontakt mit dem Jugendamt aufgenommen, um Abhilfe zu schaffen. Denn „die Gemeinde ist verpflichtet, genügend Kita-Plätze für die Kinder vorzuhalten“, so der Hauptamtsleiter. In Absprache also mit dem Landkreis sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Anbau der Boxberger Kita allein wegen des Haushaltes, aber auch aus Platzgründen nicht infrage kommt. „Deshalb haben wir die Idee, eine Außenstelle der Kita im Begegnungszentrum zu schaffen“, erklärt Arian Leffs. Ziel ist, den Hort, der an der Kita angegliedert ist, in den schick-sanierten Bau an der Freien Schule zu integrieren. Dazu soll es einen Besichtigungstermin gemeinsam mit dem Görlitzer Landratsamt in der dritten Etage des Gebäudes geben. „Somit könnten wir 20 Hortplätze aus der Kita freiziehen und so mehr Platz für Kita-Kinder schaffen.“

„Ich denke, dass ist eine sinnvolle Nutzung des Begegnungszentrums“, richtet sich Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU) an die Räte. Immerhin solle im Gebäude auch eine Begegnung unterschiedlicher Altersklassen stattfinden, was mit dem Hort gewährleistet werde. Zudem stünden in unmittelbarer Umgebung auch altersgerechte Spielmöglichkeiten. Gemeinderat Frank Müller (CDU) fragt, ob dafür auch mehr Erzieher benötigt werden. Das, so Arian Leffs, sei abgesichert mit zwei Kollegen, die ohnehin im Hort tätig sind. Sigrun Hajdamowicz (CDU) finde die Idee „klasse“, fragt aber, ob die räumlichen Voraussetzung oder der Brandschutz gewährleistet sind. „Aus diesem Grund gibt es das Treffen mit dem Landratsamt“, entgegnet der Hauptamtsleiter. Zudem sei bei der Gebäudesanierung der Brandschutz bereits erneuert worden. Auch Bauamtsleiterin Cortina Kokles sieht keinen Hinderungsgrund für den Umzug des Hortes.

Schließlich stimmt der Gemeinderat einstimmig für den Umzug des Hortes. Rätin Renate Schmidt fasst die Diskussion dann so zusammen: „Ich freue mich, dass weiteres Leben in das Begegnungszentrum einzieht.“