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| 17:15 Uhr

Aufgeschnappt
Bonsai-Formschnitt in anheimelnder Atmosphäre

Nette Geste von Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) für die Räte in der letzten Sitzung vor Weihnachten.
Nette Geste von Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) für die Räte in der letzten Sitzung vor Weihnachten. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Weißwasser. Ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag von Gemeinderat Armin Hoffmann zur Bepflanzung des Freizeitgebietes Klitten-Jasua sorgt für Lacher.

Die Aufregung steckt Regina Noack aus Gablenz immer noch in den Knochen. Deswegen ist es ihr auch so wichtig, ihren unbekannten Rettern über die Heimatzeitung herzlich zu danken. Am 11. Dezember hatte sie akute Schmerzen im Brustbereich, ging zum Hausarzt, der selbst erkrankt war. Einige Stunden später hätte die Gablenzerin sich bei der Vertretung vorstellen können. Doch die Schmerzen wurden gegen 13 Uhr immer stärker, Angst und Panik machten sich breit. Da wählte ihr Mann den Notruf. „Was dann folgte, war klasse“, schreibt Regina Noack. Umgehend waren die Rettungskräfte bei ihr. Mit Blaulicht ging es nach Weißwasser, wo eine Frau zustieg – ob Ärztin oder Rettungssanitäterin, das weiß die Patientin nicht – und weiter nach Hoyerswerda. Während der Fahrt sei sie für die Operation vorbereitet worden. Gegen 15.30 Uhr wachte sie nach dieser im Überwachungsraum der kardiologischen Abteilung auf. Dem Rettungsteam, welches sich in Gablenz und auf der Fahrt ins Klinikum so intensiv um sie bemühte, sagt Regina Noack von ganzem Herzen Danke.

Dem Weißwasseraner Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) war es wichtig, Michael Kretschmer (CDU) persönlich zu dessen Amtseinführung zu gratulieren. „Ich habe ihm viel Kraft gewünscht und seine Frau gebeten, immer zu ihm zu halten“, berichtet Pötzsch. Kretschmer und der OB waren in der Vergangenheit ein Team, wenn es um die Themen ging, die in der Lausitz-Runde auf der Tagesordnung standen, wenn es um notwendige Kontakte zur Bundesregierung und so weiter ging. Kretschmer hat oftmals dafür gesorgt, sagt Pötzsch, das bestimmte Türen nicht verschlossen blieben. Obwohl der CDU-Stadtverband Pötzsch’ erneute OB-Kandidatur nicht unterstützte, sondern die von Mit-Bewerber Rico Jung, rührte Kretschmer tüchtig die Werbetrommel für Pötzsch.

In der jüngsten Ratssitzung in Trebendorf sagte Kämmerin Carmen Petrick, die papierlose Verwaltung sei langfristig ein Ziel. Darauf reagierte René Mettke aus Trebendorf lachend: „Keine Sorge. Das wird schon seit Jahren überall propagiert, und dennoch wird es überall immer mehr Papier…“

Mit einer netten Geste verabschiedete Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) die Krauschwitzer Gemeinderäte in die Weihnachtsferien. Er hatte jedem einen Becher mit Nervennahrung auf den Platz gestellt und damit gleich ein bisschen Werbung für den Geopark gemacht.

Bei der offiziellen Einweihung der neuen Intensivtherapiestation im Krankenhaus Weißwasser erwies sich Chefarzt Kyrill Hantschick als sehr geduldig, wenn es um Antworten auf die Fragen von Laien ging. So fragte CDU-Landtagsabgeordneter Lothar Bienst, ob die Patienten auf der ITS auch gleich operiert werden können. Der Arzt verneinte, obwohl die ITS sehr modern ausgestattet ist, werde weiterhin der OP-Trakt genutzt. Aber wer weiß … Die Politik zeigt sich beim Geldeinsparen leider sehr erfinderisch.

Ein schöner Weihnachtsbaum ist ein Muss. Und das längst nicht nur in der guten Stube. „Wir haben in diesem Jahr einen wunderschönen Baum“, lobte jüngst Andreas Lysk (parteilos) den Weißkeißeler Weihnachtsbaum, der unweit des Dorfgemeinschaftshauses jeden Abend erstrahlt. Die Blaufichte ist 13 Meter hoch und kann sich wahrlich sehen lassen.

Die Teichaer haben ein Problem mit ihren Glascontainern. Darauf wurde jüngst in der Ratssitzung hingewiesen. Sie sind zu klein, hieß es. Als Erwiderung kam im Rietschener Gemeinderat prompt: Die Teichaer trinken zu viel. So weit der Spaß. Nun soll im Frühjahr über die Gestaltung des Areals geredet werden, so Bürgermeister Ralf Brehmer.

Einer guten Tradition folgend wird im Gemeinderat Boxberg den Geburtstagskindern der jüngsten Zeit gratuliert. So gab es in der letzten Sitzung Glückwünsche für Hans-Jürgen Kaspar. Er war 70 geworden. Sein Sitznachbar Horst Jannack kommentierte das wie folgt: „Endlich ist er im Kreis der Erwachsenen angekommen.“

Bei der Bepflanzung im Freizeitgebiet Klitten-Jasua am Bärwalder See machte man sich jüngst im Gemeinderat Gedanken über den Pflegeaufwand des künftigen Grüns. Gemeinderat Armin Hoffmann forderte nicht ganz ernst gemeint mit Blick auf den Bauhof-Chef, künftig auf Bonsai-Formschnitt zu setzen.

In der Ratssitzung in Gablenz gab es als Mitgabe ein Fläschen mit einem wärmenden Getränk. Laut Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) hatte der Weihnachtsmann persönlich dafür gesorgt. „Das Ganze belastet den Haushalt der Gemeinde nicht“, schob der Gemeindechef sicherheitshalber noch hinterher.

In Bad Muskau war es Sprudelwasser und ein bisschen Nervennahrung, was auf die Stadträte in ihrer Dezembersitzung wartete. Den Anstecker mit den Stadtfarben gab es obendrauf. Das rot-gelbe „Bonbon“ lässt sich zum Beispiel am Revers des Sakkos tragen. „Bekommt man damit eigentlich Rabatt in den Läden?“, warf Stadtrat Erik Schobner ganz spontan ein. Bisher noch nicht ...

Eine Krawatte sagt mehr als tausend Worte. Bad Muskaus Stadtrat Christian Klenner hatte bei der letzten Sitzung des Jahres einen bunten Weihnachtsschlips um. „Mann weiß doch, was sich gehört“, so Klenner.

Brigitte Taube, die ehemalige Bibliothekarin von Bad Muskau, bleibt den Büchern und Geschichten treu. Das hat sie erst jüngst bei der Schlossweihnacht bewiesen. Mit ihren Wichtel-Assistenten sorgte sie für eine weihnachtliche Literatur-Reise um die Welt. Die Deko in der ehemaligen Bibliothek im Neuen Schloss sorgte zudem für eine ganz anheimelnde Atmosphäre. Davon ließen sich längst nicht nur die Kinder anstecken. Auch die Großen lauschten ganz andächtig. (ni/rw)

Brigitte Taube bei der Lesung im Bad Muskauer Schloss.
Brigitte Taube bei der Lesung im Bad Muskauer Schloss. FOTO: Regina Weiß / LR