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| 15:41 Uhr

Aufgeschnappt
Blume im Glas ganz ohne Zauberei

 Der Raum Weißwasser ist für den Landesvater ein gefährliches Pflaster. Das hat Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Rande der jüngsten Regionalkonferenz der Sachsen-Union zum Thema „Grenzsicherheit“ in Görlitz durchaus ernsthaft, aber auch mit dem für ihn typischen jungenhaften Lachen bestätigt. Das Heimspiel genießt der Politiker in Ostsachsen besonders. Aber leicht werde es ihm gerade hier nicht gemacht. Jüngst ist Michael Kretschmer vom geneigten Publikum mit größter Freude – vielleicht auch Schadenfreude – in Bad Muskau dazu genötigt worden, mit Schlagersänger Wolfgang (Lippi) Lippert für die anwesenden Sachsen im Schlossgespräch-Finale zu singen. Dass nur „Erna kommt“ zum gemeinsamen Vortrage kam, sei noch sein Glück gewesen. „Bei dem Lied bin ich noch recht textsicher“, bestätigt Kretschmer. Besonders wild sei er auf Überraschungen der Art aber nicht, obwohl er gern lache und sich selbst auch mal weniger ernst nehme. Eine wirkliche Wahl habe er in einer solchen prekären Lage aber sowieso nie:  „Wer ablehnt, ist die Spaßbremse. Und mit der abgelieferten Vorstellung ist auch nicht zu punkten“, stellt er fest.  Politisch mag das so freilich messerscharf korrekt analysiert sein. Aber Sympathiepunkte gibt’s schon.

Bei den vielen Arbeitseinsätzen der Reservistenarbeitsgemeinschaft Radebeul/Braunschweig gab es immer einen Abend der Begegnung. So auch diesem in der Gaststätte „Zur Linde“. Als es um die Anrede ging, machte der Krauschwitzer Bürgermeister Rüdiger Mönch bei Oberstleutnant Wilhelm Minschke aus dem i. R. „im Ruhestand“. Die Erwiderung kam prompt. „Das heißt in Reserve. Den Ruhestand brauche ich die nächsten 30 Jahre nicht“, so Minschke.

 

Von den Mitgliedern der Weißwasseraner Denkmalkommission gab es an die beiden Reservisten, die seit 13 Jahren dem Projekt in Ostsachsen die Treue halten, nicht nur Dankesworte, sondern auch kleine Präsente. Wilhelm Minschke bekam unter anderem Weingläser aus der Stölzle-Produktion Weißwasser übergeben. Passend, wo er doch zu Hause in Radebeul einen Weinberg hat. Für Günter Feustel gab es einige Flaschen „Hopfenwein“ aus der östlichsten Brauerei in Deutschlands.

 

Alle strahlten mit den Sonne um die Wette, als am Samstag zum Spatenstich an das Rakotz-Ensemble nach Kromlau gebeten wurde. Lange hatte es gedauert, bis das Geld dafür endlich da war. Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) gab zu, er hätte sich bei den Dreharbeiten des „Zauberlehrlings“ schon gewünscht, dass der einfach mal zaubert und alles ist tipptopp. Doch die Chance wurde vertan. Apropos Zauberlehrling. Der lief Pfingstmontag übrigens nach seiner Premiere im ZDF nun im MDR. Das dürfte dem Kromlauer Park weitere Besucher bringen.

 

Traditionell gehört zur Eröffnung des Park- und Blütenfestes in Kromlau auch der Fassbieranstich. Der hatte in diesem Jahr so seine Tücken. Dietmar Noacks Schläge saßen, doch das Bier wollte nicht fließen. „Ich wechsele die Brauerei“, so Noack zu Volker Fritsch von der Bergquell-Brauerei. Doch hier gedreht und da noch mal draufgehauen – da konnte dann auch das Bier nicht anders. Allerdings war die Blume in jedem Glas, was Blütenkönigin Stefanie verteilte, gewaltig. Eben passend zum Park- und Blütenfest.

 

Der Krauschwitzer Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) hat sich angewöhnt, Tagesordnung, Beschlussvorlagen, Pläne bei der Ratssitzung an die Wand zu beamen. In der Sitzung am Dienstag war allerdings nur blau zu sehen. Die Räte machten ihn darauf aufmerksam „Ich habe eben hinten keine Augen“, so Mönch. Am Ende der Sitzung verwies Mönch auf die anstehenden Termine. Da war vom Tag der offenen Feuertür zu lesen. Ups. Es war natürlich die Feuerwehr(tür) gemeint. Die RUNDSCHAU-Reporterin kommentierte vorlaut: So ist das mit den Druckfehlern…

 

Die große Rharbarber-Pflanze auf dem Schuster-Hof in Trebendorf sah am Donnerstag ganz schön gerupft aus. Gemeinsam mit Angelika Balzke hatten die Drittklässler der Grundschule Schleife ordentlich geerntet. Das Gemüse (A.d.Red: extra nachgeschlagen) wird aber auch gebraucht. Es wird auf einigen der zwölf Kuchen landen, die für den musikalischen Sonntag auf dem Hof vorbereitet werden. Und vielleicht gibt es ja sogar noch ein 13. Blech. Zuckerkuchen stellte Angelika Balzke in Aussicht. (kw/rw)

Der Berg Rharbarber wird für den Kuchen verarbeitet.
Der Berg Rharbarber wird für den Kuchen verarbeitet. FOTO: Regina Weiß
Blütenkönigin Stefanie schenkt nach dem obligatorischen Festbieranstich die ersten Gläser aus.
Blütenkönigin Stefanie schenkt nach dem obligatorischen Festbieranstich die ersten Gläser aus. FOTO: Regina Weiß
(kw/rw)