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Kommunalpolitik
Bis 2023 steht zentrale Abwasserleitung

Trebendorf/Schleife. Untere Wasserbehörde gibt grünes Licht für Abwasserbeseitigungskonzept Schleife-Trebendorf

Die Abwässer von Klein Trebendorf werden künftig nach Schleife geleitet und über die dort vorhandene zentrale Schmutzwasserkanalisation entsorgt. Die Planungen dafür und für die Hausanschlüsse liegen beim Cottbuser Ingenierubüro LUG. Knapp 67 000 Euro kostet das die Gemeinde Trebendorf.

 Bauamtsleiter Steffen Seidlich erklärt, zur Vorbereitung des gesamten Vorhabens müssen die entsprechenden Flächen vermessen werden. Das übernimmt das Weißkeißeler Büro ITL für gut 6400 Euro. Die Fachleute von Reinfeld + Schön aus Cottbus sollen sich den Baugrund vornehmen und untersuchen, wie dieser beschaffen ist.

Dass Klein Trebendorf die Abwässer künftig über Schleife entsorgen lässt, steht im Abwasserbeseitigungskonzept vom August des vergangenen Jahres. Vor zwei Wochen gab es von der Wasserbehörde des Kreises das Ja dafür.

Ratsmitglied Norbert Struck erkundigte sich nach dem Zeitfenster. „Das wird die Planung zeigen. Jetzt ein Datum zu nennen, wäre leichtsinnig. Ich sag nur so viel: nach 2020“, so der Bauamtsleiter. Noch in diesem Monat werden sich die beauftragten Firmen mit der Verwaltung an einen Tisch setzen, um Planungshorizonte und Zeitschienen zu besprechen.

Die Zeit dränge, denn der Freistaat will bis Ende Juni einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit Umsetzungskonzept vorliegen haben. Schleife hat diesen Vertrag bereits, nun müsse die Nachbargemeinde dem „beitreten“, so Seidlich. Im Konzept muss genau stehen, wann welcher Straßenzug angeschlossen werden soll. Aus Sicht des Bauamtsleiters ein Druckmittel des Freistaates. Damit werde kontrolliert, dass es auch wirklich gemacht wird.

Derweil in allen anderen Kommunen in Sachsen ja schon bis Ende 2015 auch die dezentralen Abwasseranlagen umgestellt werden mussten auf Bio beziehungsweise den aktuell erforderlichen Stand der Technik, gab es für die Orte mit dem Umsiedlungsstatus in den Gemeinden Schleife und Trebendorf eine Ausnahmeregelung. Da sich das mit dem Tagebau Nochten II und somit die Umsiedlung von Klein Trebendorf, Schleife-Süd, rohne und Mulkwitz erledigt hat, sind die Kommunen verpflichtet, jetzt zu handeln. Auch Schleife-Süd und Rohne erhalten einen zentralen Abwasseranschluss. Für Mulkwitz bleibt es bei der dezentralen Entsorgung.

Für den Neubau von Bio-Kleinkläranlagen oder die Umrüstung der vorhandenen Anlagen erhalten die Grundstückseigentümer Fördermittel. Für den Neubau 1500 und für die Umrüstung 1000 Euro. Bisher steht der genaue Termin noch nicht fest, ab wann die Anträge gestellt werden können. Steffen Seidlich: „Wenn die Landesdirektion dem öffentlich-rechtlichen Vertrag zugestimmt hat, können wir Förderanträge stellen. Bis 2023 sollte das zentrale Abwassernetz fertig sein.“