Seit Dienstag ist an der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) eine neue Hochschulleitung im Amt. Sie wird nach Angaben der Hochschule bis 2025 im Amt sein. Dem Rektor Alexander Kratzsch werden Dr. Sophia Keil als Prorektorin Bildung und Internationales und Prof. Raj Kollmorgen als Prorektor Forschung zur Seite stehen. Nicht zuletzt dürften ihre vorgestellten Ziele und Ideen für die Zukunft der Hochschule Zittau/Görlitz bestimmend für ihre Wahl gewesen sein.

Sophia Keil stammt gebürtig von der Ostseeinsel Rügen und studierte Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Stralsund. In den Jahren 2005 bis 2006 erfolgte ein berufsbegleitendes Promotionsstudium an der Technischen Universität Dresden. In ihrem beruflichen Entwicklungsweg bei dem Halbleiterhersteller Infineon Technologies Dresden GmbH, bei dem Lehrstuhl BWL, insbesondere Logistik der TU Dresden, bei der Dresden International University (DIU) sowie der Hochschule Stralsund konnte sie sich ein umfassendes Fach-, Erfahrungs- und Führungswissen aneignen. 2015 erhielt sie den Ruf als Professorin an das Suny Polytechnic Institute Albany in den USA, dem sie nicht folgte.Seit Dezember 2017 ist Sophia Keil Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Zittau/Görlitz. Im Dezember 2018 wurde sie zur Dekanin der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen gewählt.

Darüber hinaus leitet sie das BMBF- Forschungsprojekt „Europe Open Academy“, welches im großen Strukturwandelprojekt und Bündnis „Lausitz – Life and Technology“ angesiedelt ist. Dieses hat zum Ziel, in der Oberlausitz eine Weiterbildungsakademie zu konzipieren sowie perspektivisch zu gründen.

Herr Prof. Raj Kollmorgen wurde in Leipzig geboren. Zwischen 1985 und 1990 studierte er Philosophie, Gesellschaftswissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Berlin und arbeitete danach als Mitarbeiter, Dozent und Professor an verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen, etwa an den Universitäten Jena, Magdeburg und Toronto (Kanada).

Im Frühjahr 2013 wurde er als Professor für Management sozialen Wandels an die Hochschule Zittau/Görlitz berufen. Seit 2014 ist er Studiengangsbeauftragter für den Master-Studiengang „Management Sozialen Wandels“ an der Fakultät Sozialwissenschaften und zudem seit 2016 Direktor des Instituts für Transformation, Wohnen und soziale Raumentwicklung.

Er beschäftigt sich mit vergleichender Transformationsforschung, mit Ostdeutschland und der deutschen Vereinigung, forscht zu sozial-ökologischem Wandel, innovativer Regionalentwicklung, Eliten sowie zum politischen Populismus und Radikalismus. Gegenwärtig ist er unter anderem Mitglied der Kommission der Bundesregierung zu „30 Jahren Friedliche Revolution und deutsche Vereinigung“.