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Daubaner Wald
Wege zu den Natur-Schätzen vor der Haustür

Auf solchen Tafeln werden die Besucher ab sofort über das Naturerbegebiet Daubaner Wald informiert. Die eigentliche Karte erscheint allerdings recht klein. Foto: U. Menschner
Auf solchen Tafeln werden die Besucher ab sofort über das Naturerbegebiet Daubaner Wald informiert. Die eigentliche Karte erscheint allerdings recht klein. Foto: U. Menschner FOTO: Uwe Menschner / Menschner Uwe
Dauban. Besucher sind auf der Naturerbefläche „Daubaner Wald“ willkommen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat jetzt dafür gesorgt, dass sie noch besser informiert werden. Von Uwe Menschner

Wie ist der Lebensraum beschaffen und welche Tier- und Pflanzenarten gibt es hier? An den Eingängen zur Naturerbefläche „Daubaner Wald“ geben seit Kurzem sechs Informationstafeln Antwort auf diese Fragen.

Aufgestellt haben sie die Revierleiter Gunda Hanke und Günther Körner vom Bundesforstbetrieb Lausitz gemeinsam mit Waldarbeitern aus ihren Forstrevieren. „Wir möchten die Besucher darüber informieren, was für einen Schatz an Tier- und Pflanzenarten sie vor ihrer Haustür haben“, erklärt Professor Werner Wahmhoff, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und fachlicher Leiter sowie Prokurist des DBU- Naturerbes.

Dieses umfasst deutschlandweit 69 000 Hektar auf 70 Teilflächen. Von denen ist der Daubaner Wald eine der wichtigsten. Immerhin hat die hier befindliche Wiese mit wilden Gladiolen erst unlängst den Titel „Naturwunder des Jahres“ eingeheimst.

Eine Karte auf der Tafel stellt die Naturerbefläche mit den empfohlenen Rad-, Wander- und Reitwegen dar. „Teile der Naturerbeflächen sind aufgrund der ehemaligen militärischen Nutzung munitionsbelastet. Wir möchten die Besucher daher bitten, auf diesen Wegen zu bleiben“, so Revierförsterin Gunda Hanke. Zudem sei es für die Wildtiere und bestimmte seltene Pflanzen wichtig, dass Spaziergänger ihre Hunde anleinen. Darüber hinaus zeigt die Karte Parkplätze und Bushaltestellen, Einkehrmöglichkeiten sowie Natur- und Kulturdenkmäler in der Umgebung. „Auch die Standorte der Tafeln sind eingezeichnet, sodass sich der Besucher einen guten Überblick über seinen eigenen Standort und die Umgebung verschaffen kann“, ergänzt Günther Körner.

Gegenwärtig erarbeitet die DBU Entwicklungspläne für jede ihrer 70 Naturerbeflächen. In diesem Zuge soll auch die Wegeführung noch einmal mit den Akteuren vor Ort diskutiert und gegebenenfalls überarbeitet werden.

„Das DBU Naturerbe hat vor allem ehemals militärisch genutzte Flächen vom Bund übernommen und möchte diese treuhänderisch für zukünftige Generationen verwalten und unter naturschutzfachlichen Aspekten sichern“, betont Werner Wahmhoff. Auf den Flächen sollen offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden. Der ehemalige Truppenübungsplatz Dauban zeichnet sich laut DBU-Leitbild durch ausgedehnte Kiefernbestände, eine hohe Zahl an Klein- und Kleinstgewässern sowie weiteren Feuchtbiotopen aus, die in enger Verzahnung mit  Sandrasen und Heideflächen auftreten. Aufgrund des großen Strukturreichtums dient dieses Gebiet zahlreichen gefährdeten Arten wie Fischotter, Rotbauchunke und Seeadler als Lebensraum.

Standorte der Tafeln sind Halbendorfer Weg, ehemaliger Panzerschießplatz Dauban, Waldeingang Lömischau, Göbelner Platz (Halbendorf-Spreewiese), Wackelstein und Mücka.