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| 03:06 Uhr

Besuch im Land der Ideen

Ein Besuchsziel der Rheinländer sind die Schwimmenden Häuser in Partwitz gewesen. Foto: mdr1
Ein Besuchsziel der Rheinländer sind die Schwimmenden Häuser in Partwitz gewesen. Foto: mdr1 FOTO: mdr1
Schwarze Pumpe. Eine Abordnung von Wirtschaftsvertretern und Politikern aus dem rheinischen Braunkohlerevier hat sich diese Woche in der Lausitz umgesehen. Sie wollen Ideen für die eigene Region aus dem Seenland mitnehmen. René Wappler

Die Vertreter der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) haben sich in dieser Woche über den Strukturwandel in der Lausitzer Braunkohlenregion informiert. So besichtigten die Teilnehmer das Kraftwerk Schwarze Pumpe und den dortigen Industriepark. Am Freitag schauten sie sich im Lausitzer Seenland um. "Der Kontakt kam über die Energieregion zustande", erklärte Vattenfall-Vorstandsmitglied Klaus Aha. So habe vor allem die Frage der Regionalentwicklung im Mittelpunkt der Gespräche gestanden.

Kurz und knapp fasste der Hauptgeschäftsführer der Industrie-und Handelskammer Aachen, Jürgen Drewes, den Grund des Besuchs zusammen: "Wir wollen lernen." Vor allem zeigte er sich beeindruckt angesichts der Entschlossenheit, mit der neue Szenarien der Energiepolitik im Land Brandenburg auf den Weg gebracht werden. Zudem könne dieser Besuch als Auftakt für einen intensiveren politischen Austausch zwischen den Bundesländern Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gelten. "Ich sehe bei vielen Themen Gemeinsamkeiten", sagte Jürgen Drewes. "Vor allem die Frage der erneuerbaren Energien dürfte uns alle beschäftigen." Außerdem sei Nordrhein-Westfalen ähnlich vom Braunkohletagebau geprägt wie die Lausitz.

Das Programm "Innovationsregion Rheinisches Revier" wurde im Februar 2011 von der zuständigen Landesregierung beschlossen. Mithilfe dieses Programms soll nach Angaben der Initiatoren das regionale Potenzial an Technologie, Wissenschaft, weiteren Branchen und gut ausgebildeten Arbeitskräften aufgeschlüsselt werden. In der schriftlichen Zielstellung heißt es: "Das Rheinland hält eine einzigartige Struktur aus Forschung, Lehre, Technologiekompetenz und Industrie vor." Die Braunkohle diene dabei als Motor für die regionale Entwicklung.