| 02:38 Uhr

Beste Werbung für die Region

Co-Pilot Christian Doerr (l.), der 2016 mit Matthias Kahle die Lausitz Rallye gewann, und Rallye-Organisator Wolfgang Rasper.
Co-Pilot Christian Doerr (l.), der 2016 mit Matthias Kahle die Lausitz Rallye gewann, und Rallye-Organisator Wolfgang Rasper. FOTO: Christian Köhler
Boxberg. Seit 20 Jahren ist die Lausitz-Rallye nun schon ein Aushängeschild der Region. Immerhin, so erklärt Wolfgang Rasper vom Rallye-Renn- und Wassersport-Club Lausitz (RRWC), locke das Event Tausende nationale und internationale Gäste jährlich in Strömen an. Christian Köhler

"Eine Erhebung hat ergeben, dass durch die Rallye mehr als zwei Millionen Euro in die Region kommen", erläutert Rasper. Vor allem das Hotel- und Gaststättengewerbe profitiere von der Motorsportveranstaltung.

Erst kurz vor Weihnachten hatte Wolfgang Rasper die Nachricht der IFA erhalten, dass die Lausitz-Rallye das Prädikat zum Endlauf der "European Historic Sporting Rally Championship" erhält. "Wir rechnen mit 20 bis 25 Rennwagen, die zwischen 1970 und 1985 über die Pisten dieser Welt rasten", erklärt Wolfgang Rasper. Da könne den Fans historischer Rennwagen schon eine Träne über die Wange rollen, ist sich Rasper sicher.

Dass am ersten Novemberwochenende die Motoren historischer und moderner Rennboliden in der Oberlausitz jaulen und die Motorsportfans auf ihre Kosten kommen können, dafür braucht es eine ausgefeilte Organisation. Denn Wolfgang Rasper und das Team mussten einiges umplanen: "Das Fahrerlager wird dieses Mal am Bärwalder See im Sternencamp aufgeschlagen", erklärt Rasper. Zudem soll das Rallye-Zentrum im Tourismusinformationszentrum an Sachsens größtem See einziehen. "Unser bisher genutztes Areal wird vom Tagebaubetreiber zurückgebaut", erklärt der Organisator.

Wolfgang Rasper ist unterdessen froh, dass die Gemeinde Boxberg um Bürgermeister Achim Junker (CDU) und Familie Müller, die Pächter vom Sternencamp, bereitwillig aushelfen. Auch die Siegerehrung wird umorganisiert. Sie soll nun im Weißwasseraner Kindererholungszentrum am Braunsteich (Kiez) stattfinden.

Für einen möglichen Showstart stehe der Club noch in Verhandlungen. "Wir hoffen, dass wir zum Jubiläum entweder in Weißwasser oder Bad Muskau starten können", berichtet Rasper. Gerade Bad Muskau könne durch die Nähe zur polnischen Grenze weitere Gäste aus dem Nachbarland anlocken. Allerdings hänge noch vieles von Genehmigungen und Gesprächen ab.

Zudem stehe das Team vor der Herausforderung, die Strecke vorzubereiten und Zuschauer an der Strecke entlangzuführen, ohne dass diese im Tagebau- oder Bundeswehrgebiet herumlaufen. "Der Betriebsablauf hat oberste Priorität", sagt auch Co-Pilot Christian Doerr, der im vergangenen Jahr mit Matthias Kahle die Lausitz-Rallye gewann.

Auch für dieses Jahr hat er sich wieder angemeldet und hofft auf starke Konkurrenz. Die Verantwortlichen können schon verraten, dass der Finne Jari Matti Latvala, der zu den weltbesten Rallye-Fahrern gehört, 2017 in Boxberg an den Start gehen will. "Das Schöne an der Rallye ist, dass sie jedes Jahr - durch das Wandern des Tagebaus - einen anderen Verlauf hat und immer wieder andere Teams in die Lausitz kommen", sagt Christian Doerr.

Für die Gewinnung von weiteren Sponsoren gibt es aber noch Luft nach oben. "Wir sind optimistisch, dass wir weitere Firmen gewinnen können", ist Wolfgang Rasper überzeugt. Bis jetzt hat er erst ein Drittel der Rallye-Kosten über Unterstützer gedeckt.

Zum Thema:
Die Rallye soll vom 2. bis 4. November zwischen Bärwalder See und den Tagebauen Nochten und Reichwalde starten. Die Veranstalter rechnen mit etwa 100 Teilnehmern - 20 bis 25 davon mit historischen Rennwagen. Insgesamt sind an dem Wochenende etwa 600 Helfer an der Strecke. Infos gibt es im Internet unter www.lausitz-rallye.de .

Im November führt die Lausitz Rallye um den Bärwalder See.
Im November führt die Lausitz Rallye um den Bärwalder See. FOTO: rw