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Besonderes Experiment zum Auftakt des Reformationsjubiläums

Am Reformationstag wird das traditionell stattfindende 16-Uhr-Orgelkonzert in diesem Jahr von Fisherman's Band mit Gerd Stellmacher (Gesang, Gitarre), Michael Wollny (Gesang, Gitarre), Steffen Träger (Keyboard), Ulrich Wollstadt (Bass) und Dirk Zander (Schlagzeug) mitgestaltet.
Am Reformationstag wird das traditionell stattfindende 16-Uhr-Orgelkonzert in diesem Jahr von Fisherman's Band mit Gerd Stellmacher (Gesang, Gitarre), Michael Wollny (Gesang, Gitarre), Steffen Träger (Keyboard), Ulrich Wollstadt (Bass) und Dirk Zander (Schlagzeug) mitgestaltet. FOTO: Agentur
Görlitz. Am 31. Oktober 2016 soll das seit Jahrzehnten traditionell stattfindende 16-Uhr-Orgelkonzert mit Kirchenmusikdirektor Erich Wilke in der Görlitzer Lutherkirche zu einem diesmal besonderen überregional beachteten Höhepunkt ausgeweitet werden. red/gro

Pfarrer Ulrich Wollstadt vom Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz teilt mit: "Es soll ein reichlich zweistündiges Konzert "Luther meets Music - Klassik. Art. Rock" geben, in dem Fisherman's Band (in der Gegend um Görlitz eine der profunden, seit langen Jahren musizierenden Gruppen) im Verein mit zusätzlichen Gastmusikern Werke von Pink Floyd, Steve Hackett, Gary Moore, Genesis und etlichen anderen - und all das im Wechsel mit Werken für Orgel und Saxofon - zu Gehör bringen. Hin und wieder sogar durch das eine oder andere Gemeindelied ergänzt."

Der Chor der Lutherkirche (diesmal ohne Gesangs-Einsatz) und auch andere Ehrenamtliche werden für eine Pause inmitten des Programms einen Imbiss mit Kaffee und Kuchen vorbereiten, der die Kommunikation der Zuhörerschaft inmitten des Konzertes ermöglichen soll, zugleich auch die Finanzierung stützt. Der Eintritt ist frei - um eine großzügige Spende für die recht deftigen Unkosten wird gebeten.

Zugleich soll der Veranstaltungsort, die Görlitzer Lutherkirche, mit diesem Eröffnungsnachmittag des Lutherjahres für Görlitz erneut einem breiten Teilnehmer- und Interessentenkreis als Beispiel für die Kraft evangelischer Daseinsgestaltung vor Augen geführt werden. In diesem Jahr war bereits schon an das 115. Kirchweihjubiläum zu erinnern, so Pfarrer Ulrich Wollstadt. Und er erklärt Zusammenhänge:

"So, also du denkst, du könntest Himmel und Hölle unterscheiden?" - oder im originalen englischen Song-Text: "So, so you think you can tell Heaven from Hell". "…blue skies from pain" - "himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt", so könnte man die Worte in Pink Floyds berühmten "Wish You Were Here" weiter übersetzen. Und wenn man einmal Martin Luthers Ringen um Klarheit und seine Sehnsüchte in seinen 500 Jahre alten Schriften aufspürt, dann sind seine Worte nicht weit von Pink Floyds Gedankengängen entfernt. So entstand die Idee, bei allem, was wir gern hören oder singen, den Luther daneben zu stellen. Zu Übersetzungen der englischen Songtexte ins Deutsche wird Pfarrer Dr. Hans-Wilhelm Pietz - sich ineinander spiegelnd oder brechend - Texte Martin Luthers lesen.