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Aufgeschnappt
Besondere Liebesbeweise und Wertschätzungen

Eine besondere Botschaft hat da der  Rallye-Kontrahent hinterlassen.
Eine besondere Botschaft hat da der Rallye-Kontrahent hinterlassen. FOTO: Regina Weiß / LR
Die 20. Lausitz-Rallye ist  Geschichte. Spannend wie nie war der Rennausgang. Dabei können sich die beiden „Kampfhähne“, die um jede Sekunde rangen, gut leiden. Als äußeres Zeichen war das auch im Fahrerlager zu sehen. Dort stand das Straßenauto von Anders Gröndal – dem späteren Sieger der Lausitz-Rallye. Ein Herz mit Kahle – Matthias Kahle wurde Zweiter – sagt doch mehr als tausend Worte.

Erstmals gibt es bei der Lausitz-Rallye einen Lauf zur Historischen Europameisterschaft. Die 18 Fahrzeuge sind echt der Hingucker. Mit seinem Toyota Celica führt der Finne Jari Latvala den Tross an. Und die Startnummer 1 verteidigt er lange Zeit.  Fast fünf Minuten Vorsprung hat er sich rausgefahren. Und dann macht der Wage schlapp. Rallye-Organisator Wolfgang Rasper lobt den Finnen. Hätte der sich doch mit seinem historischen Fahrzeug selbst im „normalen“ Starterfeld gut geschlagen. „Er lag auf Platz 16“, so Rasper. Der Toyota ist nicht  der einzige Ausfall bei den Historischen. Der „schnellste Porsche-Fahrer Italiens“, so Rallye-Radio-Fachmann Alfred Gorny, wollte es auch in der Lausitz wissen. Doch das Auto von Lucio DaZanche verletzte sich Freitag schon böse. Ein Hinterrad hat es sich beim Ritt über den Schotter rausgerissen.

Nicht nur auf vier Rädern muss man bei der Lausitz-Rallye schnell sein, sondern auch auf zweien. Als „reitende Boten“ fungierten Torsten Wetzel aus der Nähe von Bautzen und Markus Haase aus Klitten. Mit ihren KTM waren sie im Gelände unterwegs, um den Schriftkram zu transportieren. Seit sieben Jahren gehören sie zu den hunderten Helfern der Lausitz-Rallye. Sie versicherten der RUNDSCHAU bei einem Zwischenstopp am Tiz in Boxberg – dem Rallye-Hauptquartier – immer noch mit Spaß dabei zu sein.

Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU) ließ sich die Wertungsstrecke am Hafen nicht entgehen. Er hatte am Wochenende Besuch aus Amerika und der wurde gleich mit an die Strecke gebracht. Das Zugucken machte Spaß. „Es war eine Rallye vom Feinsten“, lobte Junker.

Am Start zur Rallye in Uhyst wurde rumgeunkt, das Team um Lokalmatador Matthias Kahle müsse sich erstmal die Räder zusammensuchen, um an den Start gehen zu können. Da war es nämlich noch aufgebockt und die Räder fehlten tatsächlich noch. Sie wurden gefunden. Samstagnachmittag nach acht Wertungsrunden stand das Auto wieder ohne Räder im Service-Park. Jetzt wurde geschraubt und geputzt. Dabei fielen schaufelweise Sand aus den Radkästen. „Das muss das Auto abkönnen“, lautete der Kommentar von Co-Pilot Christian Doerr ganz lakonisch.

Für Trebendorfs Bürgermeisterin Kerstin Antonius sind sozusagen die Amtstage gezählt. Bis zum 8. Dezember ist sie noch ehrenamtliche Gemeindechefin, dann übernimmt der neu gewählte Waldemar Locke. Die Trebendorferin hatte sich nicht wieder zur Wahl gestellt. In der Ratsstizung in dieser Woche bedankte sie sich bei all jenen, die ihrer Einladung zur Abschiedsfeier Ende Oktober gefolgt waren. „Es war ein schöner Abschluss meines Amtes“, sagte sie. Es habe sie sehr gefreut, dass Landrat Bernd Lange eigens wegen ihr nach Trebendorf gekommen war. „Das war eine Wertschätzung meiner Arbeit“, wertete Kerstin Antonius diesen Besuch. Auch Joachim Kretschmer, ehemals von Vattenfall und langjähriger Partner, wenn es um die Umsiedlung und damit verbundene Baumaßnahmen in Trebendorf ging. Inzwischen ist dieser im Ruhestand. Dankeschön sagte auch Thomas Penk, Leiter Rekultivierung und Umsiedlungsmanagement der Leag. Die Gästeliste war lang, denn auch  ihre Familie und liebe Freunde, Mitglieder von Vereinen und eben Gemeinderäte wollten an dem Abend an der Seite von Kerstin Antonius sein. Eine Ratssitzung leitet sie noch, das ist die im Dezember. ni/rw

Bei der 20. Lausitz-Rallye waren diese beiden viel gefordert: die Kuriere Torsten Wetzel und Markus Haase.
Bei der 20. Lausitz-Rallye waren diese beiden viel gefordert: die Kuriere Torsten Wetzel und Markus Haase. FOTO: Regina Weiß / LR
Noch hat das Auto von Matthias Kahle keine Reifen, aber das änderte sich.
Noch hat das Auto von Matthias Kahle keine Reifen, aber das änderte sich. FOTO: Regina Weiß / LR