Ein bisschen bedauert es Pfarrer Andreas Fünfstück, dass der Slogan „Äppel for future“ nicht geschützt ist. „Ich glaube, der wurde schon geklaut“, nimmt es der Gottesmann der Evangelischen Kirchengemeinde Arnsdorf mit einem Lächeln. Die Rede ist vom Spreewalddorf Raddusch, wo der Spruch um die Birne erweitert wurde.

Sei es wie es sei, sowohl in der Ober- als auch in der Niederlausitz sollten damit Zeichen gesetzt werden. Jeweils zu Dorfjubiläen.

Martin Luther und Greta Thunberg

„Auch, wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen", soll Martin Luther gesagt haben Eins war den Hilbersdorfern aus Anlass des Dorfgeburtstages zu wenig. 600 plus eins sollten es werden. Da wurde es fast zur Nebensache, dass der Ort schon viel Älter war. Dennoch hielt seit Februar dieses Jahres an dem gesteckten Ziel fest. Denn neben dem Dorfgeburtstag und Luther kamen die Erinnerungen an frühere Obstplantagen ins Spiel sowie die Dynamik die Klimaaktivistin Greta Thunberg entwickelte.

Blühendes Zeichen in der Ortsmitte

Nun kann Andreas Fünfstück vermelden, dass man das Ziel fast erreicht hat. Nicht abgeholte oder verschenkte Apfelbäume sind am Samstag auf einer Wiese am Kriegerdenkmal im Ortsmittelpunkt gepflanzt worden. So sollen sie auch zukünftig im Blickpunkt und unter Kontrolle sein. „Sie werden im Frühjahr blühen und im Herbst hoffentlich für eine reichliche Ernte sorgen, wenn sie hoffentlich gut anwachsen“, so der Pfarrer.

Sollte sich jemand für diese Aktion interessieren beziehungsweise die Aktion „Äppel for future“ unterstützen wollen, kann er sich unter a.fuenf@t-online.de an Andreas Fünfstück wenden.