(pm/ckx) Die Vertreter des Bundes und der Länder Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind am 18. und 19. Juni planmäßig zusammengekommen, um über die Finanzierung und Organisation der Braunkohlesanierung in den neuen Ländern zu entscheiden.

In dem seit Februar 1995 bestehenden Steuerungs- und Budget­ausschuss (StuBA) verantworten die Vertreter der Ministerien gemeinsam das größte Umweltprojekt Europas und entscheiden über die Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen in Tagebauarealen und Industriestandorten der früheren DDR-Braunkohleindustrie.

In die Beseitigung dieser Bergbaualtlasten wurden bislang schon rund elf Milliarden Euro investiert und damit unter anderem Seenlandschaften geschaffen, die die Regionen Lausitz und Mitteldeutschland mit mehr als 120 Gewässern und rund 300 Quadratkilometern Wasserfläche bereichern, teilt Lausitzer- und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit.

Auf der Sitzung in Bad Muskau werden sich die Finanziers insbesondere mit dem Stand der Arbeiten am Wasserspeichersystem Lohsa II befassen. Mit seinem geplanten Speichervolumen von rund 72 Millionen Kubikmetern in den drei Speicherbecken Dreiweibern, Lohsa II und Burghammer befindet sich das Großvorhaben auf der Zielgeraden. Schon jetzt liefert es einen wesentlichen Beitrag zur Niedrigwasseraufhöhung der Spree in Trockenzeiten, wodurch nicht nur das Biosphärenreservat Spreewald geschützt, sondern auch der Wasserhaushalt und die Trinkwasserversorgung im Großraum Berlin mit gesichert wird. Darüber hinaus befassen sich die Ausschussmitglieder auf ihrer Jubiläumssitzung mit aktuellen Entwicklungen bei Gefahrenabwehrmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Grundwasserwiederanstieg und der geotechnischen Sicherung gesperrter Innenkippenflächen. Im Rahmen einer Revierbefahrung machen sich die Mitglieder ein Bild vom Stand der Sanierungsprojekte.