Schäfer Felix Wagner und Lehrling Vladislav Bosert wechseln sich schon seit Wochen beim Hüten der wertvollen Offenlandflächen in Bärwalde ab. Für die Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ ist das ein großer Erfolg, denn ein Koppelbau ist hier nicht möglich und so kann die Landschaft dennoch erhalten werden.
Der Schäfer ist die ganze Zeit bei den rund 300 Moorschnucken und 40 Ziegen, lässt sie früh aus dem Nachtpferch und sperrt sie dort abends wieder wolfsicher ein. Weiterhin wird eine zweite Person zum Entbuschen währen der Beweidung in Bärwalde eingesetzt. Hier investiert die Naturschutzstation, um die stark wüchsige Fläche offen zu halten. Auf den Bereichen, die von der Deutschen Bahn extra finanziert werden, habe das hervorragend funktioniert. Dort konnten zwei Hektar Flächen komplett vom Ginster befreit werden, mittels Mahd und Brennen und kontinuierliche anschließende Beweidung. Wo eine zweite Person mit Freischneider und Astschere unterwegs ist, wird viel erreicht – das ist aber auf 30 Hektar nicht ausreichend. Die Beweidung seit über zwölf Jahren hat maßgeblich das Zuwachsen der Fläche verhindert. Die Leiterin der Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“, Annett Hertweck, konstatiert: „Ja wir können hier schon mit Sicherheit von einen Erfolg sprechen, denn diese durch die Beweidung und Entbuschung entstandene Offenlandfläche auf der ehemaligen Kippe in Bärwalde zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus.“
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