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Beirat ist für eine gemeinsame Umsiedlung

Mühlrose. Den Mühlrosern stehen hinsichtlich ihrer Umsiedlung neben individuellen Entscheidungsmöglichkeiten Alternativstandorte in Trebendorf (Halbendorfer See) und Schleife (Lieskauer Weg) zur Wahl. Über diese können die Bürger noch im Oktober abstimmen. Gabriela Nitsche

Die Befragung dazu war bereits angekündigt worden.

Den Mitgliedern des Beirates Entwicklungskonzept unter Leitung von Landrat Bernd Lange sei es ein wichtiges Anliegen, weiterhin eine gemeinschaftliche Umsiedlung Mühlroses zu erreichen.

Außerdem legt der Beirat Wert darauf, nach Klärung der Standortfrage weitere, bislang für die Umsiedlung reservierte Flächen für die zukünftige Siedlungstätigkeit, das heißt im Einfamilienhausbau, im Mietwohnungsbau sowie im betreuten Wohnen der Gemeinde Schleife zur Verfügung zu stellen.

Die Beiratsmitglieder konnten sich in ihrer jüngsten Sitzung davon überzeugen, dass die im Maßnahmenplan zwischen Kommunen, Freistaat und Bergbauunternehmen vereinbarten prioritären Vorhaben konsequent vorangetrieben werden. Dazu gehören die jeweiligen Untersuchungen und daraus abgeleiteten Planungen für die Abwasserkonzeption, die Breitbandversorgung, die Kita Milenka in Rohne und den Brandschutzbedarf.

Im Hinblick auf den Wärmelieferungsvertrag sind laut Landrat weitere Abstimmungsgespräche zwischen den Gemeinden und der Leag vorgesehen, welche der Beirat aufmerksam verfolgen werde. Dies gelte genauso für die Ergebnisse der jüngst gegründeten AG Immissionsschutz. Der Beirat wurde im Herbst 2005 auf Drängen der Bürgermeister von Schleife und Trebendorf gebildet.

Rund um das Thema Bergbau gab es verschiedene Dinge, die ihnen auf den Nägeln brannten. Mit dem Beirat wurde eine Runde geschaffen, in der Tacheles geredet werden konnte. Der Beirat arbeitet seither unter Federführung des Regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien. Landrat Bernd Lange (CDU) hatte den Vorsitz übernommen und ist gleichzeitig Sprecher. Zum Beirat gehören die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Schleife (Schleife, Trebendorf und Groß Düben) sowie Vertreter vom Landratsamt, Regionalen Planungsverband, von sächsischen Ministerien, der Leag, den Sorben und der Kirche sowie die Bearbeiter Bergbau der Gemeinden.

Eine der ersten Aufgaben war es damals, ein "Entwicklungskonzept für Trebendorf, Schleife und Groß Düben unter den Bedingungen des langfristigen Braunkohlenbergbaus" aufzustellen. Dazu wurde 2006 eine Haushaltsbefragung in den drei Gemeinden gestartet. Es ging um Fragen und Antworten zum Thema Zukunft der Dörfer und Bergbau.

Diese Konzeption für die Entwicklung der drei Gemeinden müsse nun aktualisiert und der Situation angepasst werden, betont Bernd Lange. Es gehe darum, die Kommunen insgesamt zukunftsfähig aufzustellen. Dabei sollen auch die Erfordernisse des Strukturwandels aufgegriffen und die Vernetzung mit den dafür verantwortlichen Akteuren hergestellt werden.