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| 01:27 Uhr

Beim Tourismus enger zusammenrücken

Görlitz. Der Landkreis Görlitz und die Touristischen Gebietsgemeinschaften (TGG) Neißeland sowie Naturpark Zittauer Gebirge/Oberlausitz wollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Von Uwe Menschner

Dafür unterzeichneten Landrat Bernd Lange (CDU) sowie die Vorsitzenden bzw. Vorstände der beiden TGG, Wolfgang Michel (Neißeland) sowie Andreas Förster und Heinrich Huschebeck (Zittauer Gebirge/Oberland), am Donnerstag eine "Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung eines nachhaltigen und grenzüberschreitenden Tourismus im Landkreis Görlitz." Diese Vereinbarung beinhaltet unter anderem ein gemeinsames Standortmarketing für den gesamten Landkreis als "Tourismus-Destination", die Entwicklung gemeinsamer touristischer Angebote sowie die Zusammenarbeit mit touristischen Partnern in Tschechien und Polen. "Mit dieser Vereinbarung gießen wir nur in Schriftform, was wir bereits seit längerer Zeit praktizieren", erklärt Landrat Bernd Lange. Es gehe nicht, so betont er ausdrücklich, um die Vorbereitung einer Fusion zwischen den beiden TGG. "Ziel ist auch nicht die Änderung der vorhandenen Strukturen", ergänzt Andreas Förster, Vorstand der TGG Zittauer Gebirge/Oberlausitz. "Vielmehr steht das Bestreben im Mittelpunkt, enger zusammenzurücken, wie man es in Krisenzeiten generell tun sollte", weist er auf das Problem der künftig zurückgehenden Förderung für den Tourismus im Freistaat Sachsen hin. "Wir wollen die touristischen Anbieter landkreisweit in ihren Marketingaktivitäten unterstützen, Gäste auf Angebote im gesamten Landkreis hinweisen", erklärt Wolfgang Michel. Als nächstes größeres gemeinsames Projekt des Landkreises mit den beiden TGG gilt die Sternradfahrt am 8. Mai, die von verschiedenen Orten an der Peripherie des Kreises Görlitz in dessen Zentrum nach Reichenbach führt. Auch hinsichtlich des Begleitprogrammes für die Sächsische Landesausstellung 2011 "Via Regia" in Görlitz wollen sich der Kreis und die Gebietsgemeinschaften aktiv einbringen. "Wir streben an, dass die Besucher nicht nur die Stadt Görlitz, sondern auch ihre Umgebung kennenlernen", betont Landrat Bernd Lange. Dazu sollen ein Nahverkehrskonzept sowie ein gemeinsames Marketingkonzept für den gesamten Landkreis entwickelt werden - "wobei die Stadt Görlitz die Federführung hat", wie der Landrat betont. Für die Kooperation auf dem Gebiet des Tourismus steht die Tür laut Lange für die Stadt Görlitz - "wie in jedem anderen Bereich" - weit offen. Mit am Tisch saß sie bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung allerdings nicht. "Görlitz ist jedoch durch seine Mitgliedschaft in unserer TGG Neißeland in die Kooperation eingebunden", betont Wolfgang Michel.