Damit verlässt der mit den meisten Stimmen gewählte Bürger den Ortschaftsrat. Der Kragen war ihm sprichwörtlich gesehen beim Thema Kommunalberater geplatzt. Bürgermeisterin Kerstin Antonius hatte in der jüngsten Ratssitzung informiert, dass die Gemeinde sich von Kommunalberaterin Sabine Meinhardt trennt und mit dem Ex-SPN-Landrat Dieter Friese ein neuer Kandidat gefunden worden ist. Dieser werde sich im nächsten Beirat Bergbau vorstellen und auch am 6. Juni bei der nächsten Gemeinderatssitzung der Trebendorfer erwartet, so Antonius am Mittwoch. Ob Friese allerdings auch die Mühlroser begleiten soll oder diese doch an Frau Meinhardt festhalten, wurde nun zum Zankapfel. Denn, wie es sich in der Debatte zeigte, gab es unterschiedliche Aussagen darüber. Waldemar Locke vermutete anhand derer, dass da schon eine Entscheidung gefallen sei. Ortschaftsratsvorsitzende Claudia Paufler erklärte aber, dass die Entscheidung offen sei, weil Ortschaftsrat und AG Umsiedler sich dazu noch nicht gefunden hätten. "Ich habe dazu eine Meinung, das ist aber meine Meinung", so Paufler. Peter Stedtler vom Beirat Bergbau erklärte dann aber, dass in einer der letzten Beratungen der Mühlroser Wolfgang Martin erklärt habe, Frau Meinhardt bleibe definitiv die Kommunalberaterin für Mühlrose. Mit diesem Punkt wurde es dann laut in der Ratssitzung. "Mensch, macht doch Eure Hausaufgaben in Mühlrose und nicht hier", warf Jürgen Stupka ein. Ein Vorwurf, der Claudia Paufler auf die Palme brachte. "Ihr seid gewählte Gemeinderäte, die auch für Mühlrose zuständig sind. Ich will nicht, dass uns nur die Bürgermeisterin und einige Gemeinderäte unterstützen, sondern alle", so die Ortsvorsteherin von Mühlrose.

Für den Mühlroser Ortschaftsrat zeichnen sich nun Wahlen ab. Ob das Neuwahlen sein müssen oder Ergänzungswahlen sind, muss noch geklärt werden. "Heute geht das Schreiben an die Bürgermeisterin zur Mandatsniederlegung raus", so Locke am Donnerstag gegenüber der RUNDSCHAU. Er denkt, dass in der nächsten Ratssitzung dann über das Thema zu befinden ist.

Derweil sagt Bürgermeisterin Kerstin Antonius (Freie Wähler), dass die am Mittwoch über Wolfgang Martin getätigte Aussage nicht stimmt. "Es ist alles offen. Auch das, ob Vattenfall überhaupt zwei Kommunalberater bezahlen wird. Darüber haben wir noch nicht gesprochen", so die Bürgermeisterin.