Als Teil eines Gedenkpfades, der Denkmäler von Krieg und Gewalt verbindet und der vor Jahren auf dem Friedhof angelegt wurde, steht die Tafel historisch gut eingeordnet. Die stark ideologisch geprägte Inschrift wirkt dort nicht befremdlich. Vielmehr zeugt sie in diesem Rahmen von der besonderen Kultur des Gedenkens zu DDR-Zeiten und gewinnt so an Wert. Auch wenn es erstaunt, dass die sonst so sensibel agierende Denkmal-Kommission diesen Standort-Vorschlag nicht gleich gemacht hat, ist die Korrektur zu begrüßen. Nun muss die Stadt dem nur noch folgen.

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