In diesen Tagen sorgen weiß-gräuliche Gespinstfahnen in Weißkeißel für Sorgen bei Anwohnern und Durchreisenden. In den Lindenbäume an der B 115 sind diese Gebilde von jedermann auszumachen. Außerdem sieht man, dass die Lindenblätter mit dem Anwachsen des Gespinste immer weniger werden. Wir sind der Sache nachgegangen.

Gespinste an Weißkeißels Bäumen stammen vom Goldafter

Dem Landkreis Görlitz ist der Befall bereits bekannt, heißt es auf Nachfrage der Rundschau in der Kreisverwaltung. Es handelt sich dabei um die Gespinste des Goldafter. Er kann innerhalb kurzer Zeit für einen vollständigen Kahlfraß von Bäumen, Sträuchern oder Büschen und Stauden sorgen.
Die Raupen des Goldafters besitzen Brennhaare, die bei Kontakt häufig zu allergischen Reaktionen führen können.

Fachleute gehen gegen Gespinste an Weißkeißels Bäumen vor

Es fand ein Ortstermin mit einer Fachfirma aufgrund des Befalls der Linden mit Goldafter statt. Dabei wurde der Umfang der erforderlichen Leistungen erfasst und festgelegt, welche Maßnahmen zu treffen sind. Der entsprechende Auftrag ist ausgelöst. Die Leistung wird bis zum 24. Juni ausgeführt, so die Kreisverwaltung weiter.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Goldafter auf Bäumen im Landkreis Görlitz ausbreitet. 2014 sorgten große Populationen von Gold- und Wollafter gleich an mehrere Orten für sorgenvolle Blicke in die Bäume.
Der Goldafter liebt Wärme und Laubbäume, darunter eben auch Linden. Ein Weibchen kann bis zu 200 Eier ablegen, erklären Fachleute. Die daraus schlüpfenden Raupen haben reichlich Appetit.

Woher der Goldafter seinen Namen hat


Das Weibchen legt Eier auf Blätter und bedeckt die Gelege mit ihrer gold schimmernden Afterwolle. Bis zu 200 Raupen können in einem Gespinstnest zusammenleben, ist im Lexikon der Biologie nachzulesen.

Weil der Falter die Bäume kahl frisst, wird er als Schädling angesehen.