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Bebauungsplan für Waldsee-Areal soll Fehler von früher "heilen"

Groß Düben. Sowohl im Bereich des West- als auch des Ostufers vom Waldsee Groß Düben gibt es seit vielen Jahren eine Reihe von privaten Erholungsbauten. "Dort gibt es bauliche Veränderungen, die nicht vereinbar sind mit Baurecht", brachte es Steffen Seidlich, zuständiger Amtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Schleife, jüngst im Gemeinderat Groß Düben auf den Punkt. Gabriela Nitsche

In Absprache mit der Bauaufsicht des Landkreises Görlitz im vergangenen Jahr gäbe es zwei Möglichkeiten: Entweder wird Baurecht darübergelegt oder der Kreis ordnet den Rückbau an.

Daraufhin sei seitens der Verwaltung und Bürgermeister Helmut Krautz mit den zwei Vereinsvorsitzenden der Waldsee-Gemeinschaften geredet und ihnen die Situation erklärt worden. Begeistert seien diese damals nicht gewesen, aber einsichtig, denn Baurecht zu schaffen, koste Geld, so Seidlich. Und die Gemeinde Groß Düben ist nicht bereit, hieß es, sich an den Kosten zu beteiligen.

So ging es um die Frage, wie sich die Finanzierung rechtssicher aufstellen lässt. Mittel zum Zweck sei ein städtebaulicher Vertrag.

Im Entwurf liege dieser den Betroffenen vor. Nach diesem kenne jeder Parzellenbesitzer die Summe x, die er selbst zu bezahlen habe.

Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, den Bebauungsplan aufzustellen. Damit will man dem Landkreis Görlitz ein deutliches Signal geben.

"Da ist manches nicht nach Recht und Gesetz gebaut worden", formulierte es der Amtsleiter zusammenfassend. Das wolle man nun mit dem eingeschlagenen Weg "heilen".