Mit den neuen Spielgeräten auf der Mitte des Gehalms in Bad Muskau fällt nun noch mehr auf, dass das Umfeld dringend einer Sanierung bedarf. Doch diese wird teurer als gedacht, wie es sich in der jüngsten Ratssitzung gezeigt hat.

Bad Muskau

Eigentlich sollten die Räte dort über weitere Planungsleistungen für die Platzgestaltung sowie die Instandsetzung der denkmalgeschützten Stadtscheunen entscheiden. Doch beides geht zurück in den Technischen Ausschuss. Im August soll darüber weiter beraten werden. Vermutlich im Beisein der beauftragten Planer vom Büro Eichler & Heinrich aus Görlitz.

Bad Muskauer Abgeordnete können Preissteigerung nicht nachvollziehen

Wiltraud Matschke (die Linke) fragt sich nicht nur, wie die Preissteigerung zustande kommt, sondern wie vor allem die Stadt Bad Muskau diese Lücke schließen will. Denn um den städtischen Haushalt sieht es nun mal nicht gut bestellt aus. Die Rede ist davon, dass die geschätzten Baukosten bei rund 361 000 Euro gelegen haben. Nach der Kostenberechnung ist nun von 530 000 Euro die Rede.
Zwar bekommt die Parkstadt über das Förderprogramm Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ (KSP) einen Zuschuss. Doch der beläuft sich auf zwei Drittel der förderfähigen Summe. Woher nun das Geld kommen soll, blieb während der Ratssitzung unbeantwortet.
Aber auch die Kostensteigerung wollen die Räte noch einmal hinterfragen. „Die Preisdifferenz ist für mich nicht nachvollziehbar“, so Ratsmann Thomas Baum (SPD).

Abstriche wird es auch an den Bad Muskauer Stadtscheunen geben

Nicht viel anders sieht es bei den Stadtscheunen aus, die bis dato als Lagermöglichkeit und vor allem Garagen genutzt wurden. Das große Ziel war, daraus eine Eventscheune mit Nebengelass zu machen. Doch das bleibt wohl vorerst Zukunftsmusik. Denn die Kosten dafür belaufen sich auf rund 450 000 Euro.
Deshalb sollen nach einer ausgiebigen Diskussion im Technischen Ausschuss Abstriche gemacht werden. Es gehe nun vorerst um Dach und Fassade, so Bürgermeister Thomas Krahl (CDU). Der Innenausbau müsse warten, die Erhaltung des Baukörpers habe Vorrang.