Der erste Bauabschnitt ist fast geschafft. „Derzeit erfolgen Druckprobe und Desinfektion“, sagt Stephan Kaiser, Geschäftsführer der Ver- und Entsorgungswerke Bad Muskau (VEW). Am Mittwoch nächster Woche soll das Umbinden der Leitungen erfolgen. Es geht um den Austausch alter Leitungen, der die städtische Tochtergesellschaft schon länger beschäftigt.

Bad Muskau wird mit Trinkwasser aus drei funktionstüchtigen Tiefbrunnen versorgt, das bevor es seinen Abnehmer erreicht im Wasserwerk aufbereitet wird. Die Rohrleitungen sind teilweise noch aus Asbestzement und der Zahn der Zeit hat seine Spuren hinterlassen. Jetzt werden 1000 Meter von den alten Rohren gegen neue PE-Leitungen ausgetauscht. In diesem Zusammenhang werden auch auf mehreren 100 Metern Steuer- und Elektrokabel ausgewechselt.

Bauarbeiten werden wegen Naturschutz im August fortgesetzt

Den Auftrag für alle Abschnitte – insgesamt sind es drei – wird von der Firma Nadebor ausgeführt.

Erst im August können die Bauarbeiten in Bad Muskau weitergehen. Dann ist der zweite Abschnitt zwischen der Räderschnitza und der Wasserfassung an der Reihe. Das hat vorrangig mit dem Naturschutz zu tun, begründet Stephan Kaiser. Das Bauprojekt quert ein Flora-Fauna-Habitat. Entsprechende Vorschriften müssen eingehalten werden. „Es war ein sehr umfangreiches und langwieriges Planungsverfahren.“ Dabei hat Stephan Kaiser lernen müssen, wie viele Tiere auf dem Fleckchen Erde kreuchen und fleuchen sollen.