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Infrastruktur
Baum: „Es müssen jetzt die Weichen gestellt werden“

SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Baum.  
SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Baum.   FOTO: Angelika Wuntke
Krauschwitz. Der Bau einer Schnellstraße zwischen den autobahnen A4 und A15 ist dringend notwendig.

Es reiche nicht aus, Geld für Feuerwehren und Breitband in die Hand zu nehmen. „Wir brauchen neue Perspektiven für junge Leute“, ist Florian Oest, Vorsitzender der Jungen Union in Görlitz, überzeugt. Dazu zählt er bezahlbare Wohnungen und gut bezahlte Jobs. „Wir brauchen eine Strategie für den Landkreis Görlitz und Infrastruktur“, forderte Oest beim CDU-Mittelstandsforum.

Damit gab er dem SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Baum das Stichwort, um ans Mikro zu treten. Baum wird nicht müde, über die dringende Notwendigkeit einer Verkehrsanbindung zwischen der A  4 und der A 15 zu sprechen. „Wir kämpfen um die Nordverlängerung der B 178. Es müssen jetzt die Weichen gestellt werden.“ Seine Bitte an Oliver Schenk, den Chef der sächsischen Staatskanzlei und Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten: Er möge auch auf Baums Parteifreunde zugehen, damit diese erkennen, dass die Region diese mehrspurige Straße braucht. „Egal, wo diese letztlich entlangführt“, so der Bad Muskauer Thomas Baum und bekan Applaus von den Anwesenden. Das gleiche treffe auf Bahnverbindungen zu. „Nur das hält die Chance aufrecht, hier voranzukommen.“ Gemeinsam in der Koalition müsse bei der EU eine Sonderwirtschaftszone für das Dreiländereck erreicht werden, schlug er vor und versicherte lachend: „Ich bin zu allen Schweinereien bereit.“

Der Minister auch? Zumindest versicherte dieser am Donnerstagabend in Krauschwitz: „Ich bin ein Verfechter dessen, da sollten wir dranbleiben. Ich finde es toll, dass solche infrastrukturellen Projekte von einer ganzen Region getragen werden.“ Doch als Land Sachsen allein sei das nicht zu schaffen. „Das Projekt hat nationalen Charakter. Wir gehen gemeinsam nach Berlin und Dresden.“