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Bauarbeiten im und am Rathaus

Bad Muskau. Auch wenn das Rathaus in Bad Muskau mit seinem neuen Anstrich wahrlich glänzen kann, ist es noch immer eine Baustelle. So ist die Firma Nadebor mit Arbeiten im Hinterhof der Stadtverwaltung beschäftigt. Regina Weiß

Dort musste das Gelände sozusagen aufgenommen werden. Nicht nur, weil Abwasser- und Regenwasserleitung erneuert wurden, sondern weil vor allem dafür Sorge getragen werden muss, dass sich das Wasser bei Regengüssen nicht seinen Zugang über den barrierefreien Eingang verschafft und ins Haus läuft. "Im Hof laufen gerade die Pflasterarbeiten", erklärt Hauptamtsleiter Dirk Eidtner auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

Auch im Rathaus gehen die Sanierungsarbeiten weiter, und das im "Nordflügel". Brandschutzertüchtigung und die Erneuerung der Elektroanlage sind die Schlagworte. So wird dort künftig auch das Ordnungsamt mit dem Vollzugsbediensteten neben dem Gewerbe- und Meldeamt sitzen. "Die Wände, die dafür weichen mussten, sind herausgebrochen. Der Fußboden wurde aufgenommen", erklärt Dirk Eidtner. Gebaut werde in den Zeiten, in denen kein Publikumsverkehr herrscht. Auch im Bauamt werde dann die Elektrik erneuert, ebenso in der zweiten Etage. Denn gerade dieser Bereich war in der zurückliegenden Zeit am störanfälligsten - nach dem Motto: Wenn der Kopierer warm läuft, flackern die Lampen.

Für die Baumaßnahmen hatte der Stadtrat jüngst über Aufträge im Umfang von rund 37 000 Euro entschieden.

Gern würden die Vertreter der Stadtverwaltung in naher Zukunft auch den dritten Bauabschnitt am Rathaus in Angriff nehmen. "Doch dafür müssten wir weitere 250 000 Euro in die Hand nehmen. Reden wir über einen Aufzug, um auch die obere Etage behindertengerecht zu gestalten, dann wären es sogar 300 000 Euro", weiß Dirk Eidtner.

Diese Finanzierung ist überhaupt nicht gesichert. Damit bleibt auch fraglich, wann das Standesamt mit seinen Büroräumen in das Rathaus umziehen kann. Denn dafür sollten derzeit ungenutzte Räume in der unteren Etage hergerichtet werden.

Die jetzt begonnenen Arbeiten waren nur über das Programm "Brücken in die Zukunft" möglich geworden. 127 500 Euro sind aus diesem Fördertopf zur Verfügung gestellt worden.

Sollte irgendwann auch einmal der dritte Abschnitt erfolgen, dann beläuft sich die Rathaussanierung auf rund 770 000 Euro. "Ich hätte nicht gedacht, dass es wirklich so viel werden würde. Aber die Planer haben recht behalten", so Dirk Eidtner.