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Bärwalder feiern sportlich

Beim Strandvolleyball-Spiel der Teams von Bärwalde und Weißkollm hatten am Ende die Gäste die Nase vorn.
Beim Strandvolleyball-Spiel der Teams von Bärwalde und Weißkollm hatten am Ende die Gäste die Nase vorn. FOTO: amz1
Bärwalde. Traditionell am ersten August-Wochenende laden die Bärwalder zu ihrem Sommerfest ein – in diesem Jahr zum 16. Mal. amz1

Neben Kultur und Spaß spielt der Sport eine wichtige Rolle. Kein Wunder, befindet sich das Dorfzentrum doch gleich neben Fußball- und Strandvolleyballplatz. Dort geht es ordentlich zur Sache. Und, um es mal diplomatisch auszudrücken: In beiden Sportarten lassen die Bärwalder ihren Gästen jeweils den Vortritt. Besonders großzügig zeigen sich die Fußballspieler. In der Partie gegen Weißkollm schießen die Gastgeber ein Tor. Die Weißkollmer treffen dagegen zwölfmal ins Schwarze. "Sie haben aber auch eine starke Truppe mitgebracht", erklärt Eckhard Zschippang, Vorsitzender des Bärwalde-Vereins. Schließlich spielen auch Kicker mit, die im regulären Ligenbetrieb aktiv sind. Die Gastgeber können dagegen "nur" mit Freizeitfußballern aufwarten.

Im Strandvolleyball-Turnier haben am Ende die Weißkollmer Männer die Nase vorn. Den Silberplatz sichert sich das gemischte Weißkollmer Team, gefolgt von der Bärwalder Auswahl. Darüber hinaus dürfen sich die Sommerfest-Gäste im Kegeln betätigen.

Der Bärwalde-Verein hat bereits vor Jahren in Eigenleistung die Anlage aufgebaut. Und seit rund einem Jahrzehnt gibt es den hervorragend gepflegten Sportplatz inklusive der Strandvolleyball-Anlage. Bis vor einigen Jahren trafen sich die Bärwalder fast jeden Freitag zum Fußballspielen. Allerdings wurde dann bei den jüngeren Spielern aufgrund der Arbeit die Zeit zum Kicken ziemlich knapp, sodass diese Tradition eingeschlafen ist.

Zu den aktuell rund 170 Bärwaldern gehören auch 36 Kinder im Alter von null bis zwölf Jahren, Tendenz steigend. Allerdings fehlen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. "Das ist unser Hauptproblem", weiß Eckhard Zschippang.

Nach dem Jubiläum - das 15. Bärwalder Sommerfest wurde im August 2016 gefeiert - steht nun die nächste runde Zahl bevor. Denn am 1. Januar 2018 jährt sich die Eingemeindung nach Boxberg bereits zum 20. Mal. Zuvor gehörte der Ort, der Sachsens größtem See den Namen leiht, zur Gemeinde Lohsa. Aufgrund der enormen Entfernung entschieden sich die Bärwalder damals für den Wechsel nach Boxberg. Wie das kommende Jubiläum gefeiert werden soll, wissen die 20 Mitglieder des Bärwalde-Vereins indes noch nicht. "Auf jeden Fall könnte es aber zum nächsten Dorffest ein, zwei zusätzliche Attraktionen geben", kündigt Zschippang schon mal an.

Traditionell zum Sommerfest wird auch schon seit mehreren Jahren der neue Bärwalde-Kalender präsentiert. So auch anno 2017. Das Werk, das zahlreiche Landschaftsaufnahmen aus Dorf, vom See und der Umgebung präsentiert, haben die Bärwalder in den ersten August-Tagen aus der Druckerei geholt. Der Jahresplaner für 2018 ist jetzt beim Verein sowie in diversen Verkaufseinrichtungen zu haben, darunter in der Uhyster Landfleischerei, die das Projekt bereits seit Jahren unterstützt. Der Kalender kostet zehn Euro. Wer ein Exemplar haben will, sollte sich beeilen. Denn es sind nur 200 Exemplare gedruckt worden.