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| 15:00 Uhr

Bärwalder See
Baden am Surfstrand ist verboten

Der Merzdorfer Strand ist den Surfern und Kitesurfern vorbehalten. Das Baden ist hier nicht erlaubt.
Der Merzdorfer Strand ist den Surfern und Kitesurfern vorbehalten. Das Baden ist hier nicht erlaubt. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Boxberg. Der Merzdorfer Strand des Bärwalder Sees bleibt den Wassersportlern vorbehalten. Von Torsten Richter-Zippack

Am Bärwalder See gibt es aktuell drei ausgewiesene Strände. Diese befinden sich in Boxberg, Uhyst und Klitten. Der Bereich des Merzdorfer Ufers im Westen gehört nicht dazu. Daher ist das Baden am dortigen Surfstrand tabu, informiert Roman Krautz von der Gemeinde Boxberg. „Der Strand am Merzdorfer Ufer ist dem Surfen und dem Kitesurfen vorbehalten“, stellt Krautz klar.

Allerdings scheint das manche Zeitgenossen wenig zu kümmern. An einem sonnigen und warmen Sonntagnachmittag hielten sich am Merzdorfer Ufer geschätzte zwei Dutzend Badegäste im Wasser auf, ebenso mehrere nicht angeleinte Hunde. Dazwischen befanden sich diverse Surfer. Ein weites Rausschwimmen erscheint gefährlich, da mehrfach Motorboote vom Ufer nicht allzu weit entfernt mit hoher Geschwindigkeit über das Wasser brettern. Darüber hinaus kreuzen mehrere Segelboote auf dem See.

Die Gemeinde Boxberg ist indes nur auf den von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) gepachteten Flächen berechtigt, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Auf allen anderen Arealen sind laut Roman Krautz die jeweiligen Eigentümer dafür zuständig. Boxberg führt auf seinen Flächen regelmäßige Kontrollen durch, wie Hauptamtsleiter Arian Leffs während der jüngsten Gemeinderatssitzung bestätigt hat.

Indes geht die Badesaison am Bärwalder See in weniger als einem Monat zu Ende. Nur noch bis zum 15. September ist der Aufenthalt im Wasser gestattet. So steht es in der Bade- und Strandordnung, die aus dem Jahr 2011 stammt. Lediglich zwischen Mitte Mai und Mitte September werden die Strände täglich gereinigt. In der Zeit stehen auch die Sanitäranlagen offen.

Derzeit befindet sich der Bärwalder See als Restloch des Tagebaus Bärwalde noch im Eigentum der Bergbausaniererin LMBV. Mittelfristig soll das Gewässer ins Eigentum des Freistaates Sachsen übergehen. Die Gemeinde Boxberg nutzt den Bärwalder See bereits seit glatt zehn Jahren touristisch.