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Bad Muskau will Infos zum Breitbandausbau

Im Rathaus tagt regelmäßig der Stadtrat. Dort soll in einer der nächsten Sitzungen ein Vertreter der Telekom Rede und Antwort zum Breitband-Ausbau geben. Foto: Regina Weiß
Im Rathaus tagt regelmäßig der Stadtrat. Dort soll in einer der nächsten Sitzungen ein Vertreter der Telekom Rede und Antwort zum Breitband-Ausbau geben. Foto: Regina Weiß FOTO: Regina Weia
Bad Muskau. Landkreis Görlitz steht kurz vor der Ausschreibung für weiße Flecken

(rw) Stadtrat Siegmar Nagorka treibt die Sorge um, dass die Parkstadt beim Thema Breitbandausbau das Nachsehen haben könnte. Die von Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) getroffene Aussage, zu dem Thema nichts Neues zu haben, befriedigte den Stadtrat jüngst überhaupt nicht. „Man hört von Halbendorf und Schleife sowie von anderen Orten nur von Bad Muskau nichts. „Wir hängen hintendran“, schlussfolgert  der Bad Muskauer von der CDU-Fraktion. Deshalb fordert er, dass die Telekom in den Stadtrat eingeladen wird, um zu dem Thema Rede und Antwort zu stehen. Schließlich warteten nicht nur Bürger darauf, sondern auch die Hotels, die Unternehmer. Und mit zwölf Megabit, wie sie beispielsweise bei der Wohnungsbaugenossenschaft anliegen – Nagorka ist einer der Vorstände des Unternehmens – sei quasi kein Blumentopf zu gewinnen. SPD-Stadtrat Thomas Baum schlug quasi in dieselbe Kerbe und bat, dann auch gleich noch jemand vom Breitbandkompetenzzentrum des Freistaates einzuladen.

Hintergrund ist, dass sich die Telekom Ende 2016 erklärt habe, rund 80 Prozent des Stadtgebietes selbst auszubauen. 50 Megabit sollen danach anliegen. „Dafür haben sie drei Jahre Zeit“, erklärt Hauptamtsleiter Dirk Eidtner. Wenn der Ausbau erfolge, dann läuft dieser über das sogenannte Vectoring – eine Ertüchtigung des vorhandenen Netzes.  Die restlichen 20 Prozent – die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke – werden ebenfalls ausgebaut, allerdings hat sich dafür der Landkreis Görlitz den Hut aufgesetzt. Die weißen Flecken sollen Glasfaserkabel bekommen, wie es schon zu Beginn des Förderantrages erklärt wurde. Beim Landkreis ist der der Stand so, dass es neben der Aktualisierung der Netzpläne geplant ist, die Schulen in den Projektantrag mit aufzunehmen. Dies hat der Fördermittelgeber jedoch erst im laufenden Verfahren gestattet. Trotz dieses erhöhten Planungsaufwandes geht das Landratsamt Görlitz davon aus, dass die Telekommunikations-Betreiberausschreibung für die einzelnen Cluster im ersten Quartal beziehungsweise Anfang des zweiten Quartals gestartet werden kann. Zudem ist es vorgesehen, alle Cluster gleichzeitig auszuschreiben. Kreisweit gibt es sieben. Weißwasser, Weißkeißel, Krauschwitz, Gablenz, Bad Muskau gehören zum Cluster sieben. Der Landkreis geht derzeit davon aus, dass dies mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen wird.

Gute Nachricht zwischenzeitlich aus Dresden: Die Kommunen brauchen keine Eigenmittel beim Ausbau mehr übernehmen.

(rw)