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| 18:17 Uhr

Tourismus
Bad Muskau-Touristik übernimmt Caravanstellplatz

Bad Muskau. Investitionen sind am Standort bei der ENO für den künftigen Betrieb notwendig, erfahren die Stadträte in der jüngsten Sitzung. Von Regina Weiß

Urlaub mit dem Caravan – für viele ist das das ideale Reisen. Den Hausstand immer dabei, kann man sich die Welt angucken fahren. Auch in Bad Muskau machen solche Reisenden gerne Halt. Doch in letzter Zeit waren die eher verärgert als erfreut. Oft konnten die Mitarbeiter des Tourismusbüros als Blitzableiter herhalten. Aus verschiedenen Gründen hatten die Anbieter die Segel gestrichen. Größtes Manko, dass der Caravanstellplatz neben dem Gebäude der Entwicklungsgesellschaft (ENO) geschlossen werden musste. Hier war in diesem Jahr der Betreiber gestorben.

Genau diesen Platz wird nun ab dem 1. Juni die Bad Muskau-Touristik übernehmen. Darüber hat Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) den Stadtrat informiert. Sven Mimus, Geschäftsführer der ENO, freut sich, dass der gute Gesprächspfad mit dem Bürgermeister zum erfolgreichen Abschluss geführt hat. Denn das Unternehmen musste eingestehen, dass die Sache nicht so verlaufen ist, wie erhofft. „Nach einer Ausschreibung hatten wir bereits einen Betreiber gefunden, kurz vor der Vertragsunterzeichnung musste dieser aber leider von der Absicht zurücktreten. Daraufhin haben wir noch einmal die Werbetrommel gerührt“, so Mimus. Die ENO selbst schied als Betreiber aus, weil dies nicht ihre Aufgabe war.

Stadtrat Siegmar Nagorka findet, dass das neue Aufgabenfeld gut zur Bad Muskau-Touristik passt. Eine Anstellung über ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis soll die Betreibung absichern. Brötchen- und Eierservice inklusive. Denn damit hatte der alte Betreiber gepunktet.

Allerdings wird dieser Service allein nicht ausreichen. Dirk Eidtner, Geschäftsführer der Tourismus GmbH, sprach an, dass sich der Platz nicht gerade vorzeigbar präsentiert. Die sanitären Anlagen seien nicht nutzbar und der E-Anschluss stark sanierungsbedürftig. Nun müsse man schauen, woher das Geld für diese Ausgaben kommen kann.