| 11:27 Uhr

Verkehr
Bad Muskau verlängert die Tempo-30-Strecke

Blick auf die Berliner Straße in Bad Muskau. Hier ungefähr beginnt in wenigen Tagen Tempo 30. Foto: Regina Weiß
Blick auf die Berliner Straße in Bad Muskau. Hier ungefähr beginnt in wenigen Tagen Tempo 30. Foto: Regina Weiß FOTO: Regina Weiß / LR
Bad Muskau. Für ein Verbot von Lkw für die Innenstadt sind die Chancen derzeit eher gering. Aber der Bürgermeister will am Thema dran bleiben.

Die Einwohner und Gäste von Bad Muskau brauchen künftig länger durch die Innenstadt. Grund dafür ist die von der Stadtverwaltung angeschobene Erweiterung der Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h. Am Dienstag war der betreffende Bescheid aus dem Landratsamt in der Parkstadt eingetroffen, so Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) im Stadtrat. Umgesetzt werden soll die Verlängerung der Tempo-30-Strecke ab dem 3. November. Das wäre Freitag nächster Woche.

Allerdings weiß Bänder nicht, ob die Straßenmeisterei in Weißwasser schon alle dafür notwendigen Schilder vorrätig hat.

Derzeit gilt die Geschwindigkeitsreduzierung auf der Ortsdurchfahrt ab Höhe Brauerei bis kurz nach der Einmündung Schmelzstraße. Neu beginnt dann das Tempo-Limit kurz vor dem Rathaus und setzt sich bis 20 Meter hinter der Einfahrt Badepark auf der Görlitzer Straße fort. Gerade dort hat die Querung des Besucherverkehrs durch den neuen Bahnhof Waldeisenbahn stark zugenommen. Bei der zeitlichen Eingrenzung der Tempo 30 von 7 bis 18 Uhr ändert sich dagegen nichts. Der zeitige Beginn der Beschränkung habe etwas mit Schulkindern zu tun, die zu diesem Zeitpunkt unterwegs sind.

Nicht ganz so gut sieht es derzeit bei einem Lkw-Verbot für die Ortsdurchfahrt aus. „Ich glaube, da haben wir eher schlechte Karten“, so der Bürgermeister auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Allerdings stünde noch ein Gespräch mit dem Bauamtsleiter des Kreises aus. Sollte auch der bei der Ablehnung bleiben, will Bänder die Situation weiter beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal einen neuerlichen Vorstoß unternehmen.

Auch bei den Tempo 30 hatte sich die Stadt in Geduld üben und Überzeugungskraft in die Waagschale werfen müssen. Der Stiftungsrat der Stiftung Fürst-Pückler-Park und der Sächsische Heilbäderverband hatten die Idee der Stadt unterstützt. Letztgenannter auch, weil über die Tempo 30 eine Emissionsreduzierung für den Kurort angesteuert wird.

(rw)