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| 18:19 Uhr

Muskauer Park
Das Badehaus verwandelt sich abschnittsweise

Der Südostflügel vom Badehaus ist außer ein paar Restarbeiten fertiggestellt. Am Freitag wurde er erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.
Der Südostflügel vom Badehaus ist außer ein paar Restarbeiten fertiggestellt. Am Freitag wurde er erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau. Reisende der Waldeisenbahn haben künftig einen Wartebereich. Die Bauarbeiten gehen 2019 weiter. Von Regina Weiß

Dass Prinz Friedrich der Niederlande als Standesherr auch ein Förderer des Hermannsbades war, davon haben sich die Gäste der internationalen Konferenz am Freitag selbst ein Bild machen können. Bei einem Rundgang erfuhren sie viel über die aktuellen Sanierungsmaßnahmen im Badepark. Rund zehn Millionen Euro werden dort investiert.

Den Abschluss des Rundgangs bildete die Einweihung des wiederaufgebauten Südostflügels des Badehauses. „Auch wenn er noch nicht  ganz fertig ist“, musste Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung Fürst-Pückler-Park, eingestehen. Gut ein Jahr wurde an diesem Bauprojekt gearbeitet, wobei einige Verzögerungen den Zeitplan durcheinander wirbelten. Zum einen sorgte der heiße Sommer dafür, dass der Putz nach historischem Vorbild nicht aufgetragen werden konnte. Zum anderen gab es bei der Bausubstanz Überraschungen. Die Wand zum unsanierten Abschnitt des Badehauses musste quasi mit Sie angesprochen werden. Stabilisierungsmaßnahmen waren dringend geboten und lassen ahnen, was bei der weiteren Sanierung auf die Bauleute zukommt. Denn das ist die gute Nachricht, die Cord Panning in der Runde verkünden kann: Beim dritten Abschnitt geht es 2019 weiter. Möglich macht das das PMO-Vermögen (Gelder von Parteien und Massenorganisationen der DDR). 2020 könnte dann der alte neue Glanz am gesamten Komplex zurück sein.

Der jetzt sanierte Südostflügel ist zum Wartebereich für die Gäste der Waldeisenbahn umgestaltet worden. Hier sind Toiletten und eine kleine Ausstellung über den Badepark zu finden. Bänke sollen künftig zum Ausruhen einladen. Eine Überdachung sorgt für einen Unterstand für die Wartenden.

Rund 500 000 Euro hat das Vorhaben, an dem 14 Gewerke beteiligt waren, gekostet. Es wurde dank eines polnisch-deutschen Interreg-Antrages möglich. Im polnischen Parkteil kommt die Förderung der Sanierung des Viadukts zugute. Auch dort mussten Verzögerungen in kauf genommen werden, sodass das Förderprojekt bis 2019 verlängert wurde. Dann will die polnische Seite zur Einweihung einladen.