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Backofen war erste Bewährungsprobe

Blick in das Festzelt während der Feier anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Heimatvereins Gablenz.
Blick in das Festzelt während der Feier anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Heimatvereins Gablenz. FOTO: Ingolf Tschätsch
Gablenz. Der Heimatverein Gablenz hat am Sonnabend Geburtstag gefeiert. Ein Vierteljahrhundert gestaltet er mittlerweile das Leben im Dorf entscheidend mit. Von INGOLF TSCHÄTSCH / igt1

Am 27. Mai 1992 haben sieben Bürger den Heimatverein Gablenz gegründet. Von diesen sieben sind jetzt noch Ursula Pittermann, Carmen Hemmerling, Brigitte Jurk und Norbert Thorausch im Verein aktiv. Er zählt heute 37 Mitglieder.

Diese und weitere Zahlen und Fakten nannte Vereinsvorsitzender Dino Hoffmann am Sonnabend in seiner Rede bei der Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens dieser rührigen Gemeinschaft. "25 Jahre Heimatverein, das ist ein Vierteljahrhundert Mitgestaltung der Geschichte unseres Dorfes", betonte der ortsansässige Bauunternehmer und Gemeinderat.

In einem Rückblick ließ Dino Hoffmann noch einmal Höhepunkte des Vereinslebens Revue passieren. Die erste große Bewährungsprobe hatte er mit dem Betreiben des neu entstandenen Backofens und der Mitwirkung bei den Feierlichkeiten zum 725-jährigen Bestehen von Gablenz im Juni 1993 zu bestehen. Am Vorabend des 1. Mai 1994 wurde zum ersten Mal der Maibaum gestellt. "Schon damals bekamen wir sehr viel Unterstützung von kräftigen Männern aus unserem Ort. Inzwischen haben wir 23-mal an einem 30. April die Muskeln spielen lassen", erklärte Hoffmann. Er wandte sich in diesem Zusammenhang an Vereinsfreund Willi Paulick und dankte diesem dafür, dass er die Regie beim Maibaumstellen übernommen und seinen Nachfolger, Vereinsfreund René Ulbricht, "angelernt" habe.

Im Dezember 1996 wurde das Schrotholzhaus auf dem Bartelshof eingeweiht. Im Juni 2000 die sanierte Fachwerkscheune. 2005 baute der Verein in Eigenregie den Holzschuppen für das Backholz.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Heimatfreunde sollte der Oktober 2013 werden, als nach mehrjähriger Bauzeit das ehemalige "Grüne Haus" auf dem Areal des Bartelshofes fertig gestellt wurde. "Seitdem finden dort immer wieder Veranstaltungen mit Kindern unserer Kita Knirpsenland und Senioren der Gemeinde statt. Erinnern möchte ich hier nur an das gemeinsame Töpfern und Plätzchenbacken in der Adventszeit", so Dino Hoffmann. Er würdigte an dieser Stelle das große Verdienst des unvergessenen Mitstreiters Werner Paulick, nannte ihn den geistigen Vater, Planer und hartnäckigen Bauherrn des Bartelshofes, der viel zu früh verstorben sei am 13. September 1996. Paulik und Edgar Unger gelten für den Verein als echte Glücksfälle. Letzterer war der für die Region zuständige Abteilungsleiter beim früheren Amt für Ländliche Neuordnung. Laut Dino Hoffmann habe dieser damals gleich gespürt, dass mit dem Heimatverein, Werner Paulick und der Gemeindeverwaltung unter dem damaligen Bürgermeister Lothar Karger sowie ab 1994 Achim Hoffmann-Gora Einiges auf die Beine zu stellen sei. Edgar Unger ist seit vielen Jahren Ehrenmitglied des Vereins. Er nahm am Sonnabend mit seiner Frau an der Feier teil ebenso wie Ehrenmitglied Karl-Heinz Krahl mit seiner Gattin sowie weitere Gemeinderäte. Lob gab es auch für die seit 25 Jahren bestehende sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und den drei Bürgermeistern seither Lothar Karger, Achim Hoffmann-Gora und dem jetzigen Dietmar Noack. Als Dino Hoffmann auf die rege Veranstaltungstätigkeit des Heimatvereins hinwies, kam er nicht umhin, die mittlerweile legendären Frauentagspartys zu erwähnen. Als Höhepunkt gelten dabei die Auftritte der "Bartelsboys", die von der Kromlauer Blütenkönigin Stefanie Engler trainiert werden. Sie saß am Sonnabend mit unter den Gästen. "Liebe Steffi, wir bewundern Deine Ideen, mit denen Du maßgeblich zum Erfolg dieser Boy-Group beiträgst. Noch mehr aber bewundern wir Deine große Geduld und Ausdauer, wenn Du bei den Proben aus uns nach und nach fast perfekte Tänzer machst. Auch, wenn es manchmal ein bisschen länger dauert", wandte sich Dino Hoffmann unter Beifall der Anwesenden an die sympathische junge Frau. Bei Tanz und geselligem Beisammensein klang die Festveranstaltung aus. Auf einer Leinwand wurden Fotos und Videos aus der Vereinsgeschichte gezeigt.