Von Martina Arlt

„Wenn der Flamingo klappert, dann schlägt er mindestens zweimal zu“, sagt die Chefin der Flamingo-Apotheke Weißwasser, Anne-Marlen Koschkar, lächelnd. Denn in diesem Fall war es so. Ihre Schwester Maria Schuster, die ebenfalls in der Apotheke in der Süd­passage arbeitet, erwartet in sechs Wochen Nachwuchs. Dann kommt das zweite Flamingo-Baby an.

Zehn Tage früher als geplant meldete sich Koschkars Töchterchen „zu Wort“. So erblickte Marli-Elea am 4. April um 8.26 Uhr mit einem Gewicht von 3760 Gramm und einer Größe von 53 Zentimetern im Kreiskrankenhaus Weißwasser das Licht der Welt.

„Einen passenden Vornamen für ein Mädchen zu finden, fiel uns schwer. Er sollte auch eine christliche Bedeutung haben. Wir suchten im Internet, schauten Namensbücher an und entschieden uns für Marli-Elea. Unterm Weihnachtsbaum stand der Name dann fest. Babyausstattung hatten wir noch alles daheim“, sagt Anne-Marlen Koschkar. Die großen Brüder Lennart (10) und Jonatan (5) sind hell auf begeistert über das Schwesterchen. Schon im Krankenhaus gab es große Diskussionen um das Baby, wer wohl zuerst mit Marli-Elea fahren darf.

„Im Vorfeld hatten wir den Jungs nicht direkt gesagt, dass es ein Mädchen wird. Durch die Blume haben sie es dann schon mitbekommen, waren auch mal im Wäschekeller schauen. Aber sie haben es nicht verraten“, so Anne-Marlen. Ein großes Dankeschön möchten Koschkars dem gesamten Krankenhaus-Team und den Hebammen in Weißwasser für die gute Betreuung aussprechen.

Schon am Tag eins waren die Großeltern im Krankenhaus zu Gast, um das kleine Mädchen der Familie ganz genau zu betrachten. Über den kleinen Erdenbürger freuen sich Friedhelm und Margit Kahle aus Krauschwitz sowie Horst und Petra Koschkar aus Gablenz. Viele Geschenke gab es für das Töchterchen in Rosa, besonders Einhörner.

Jörg Koschkar (38) ist ein Gablenzer, Ehefrau Anne-Marlen (38) stammt aus Krauschwitz. Sie übernahm im Jahr 2010 die Flamingo-Apotheke, Jörg Koschkar ist Diplom-Ingenieur. Kennengelernt habe sie sich im März 1996 beim Schlittschuhlaufen in Gablenz auf dem „Grubenloch“. Das Paar erinnert sich noch ganz genau, dass es damals die letzten Tage des Winters waren und das Eis gerade noch hielt.

2007 heirateten sie im Alten Schloss in Bad Muskau. „Neben meinen Eltern haben wir in Krauschwitz neu gebaut. Wir haben auch ein Baumhaus auf dem Grundstück. Die Kinder können sich dort austoben. Man lebt doch schön ruhig und im Grünen. Was man im Alltag so benötigt, hat der Ort Krauschwitz auch zu bieten“, sagt Anne-Marlen Koschkar. Die Spaziergänge der Familie werden wohl künftig durch den Muskauer Park und auch nach Gablenz zu den Großeltern führen.

In der Freizeit geht Papa Jörg Koschkar mit seinen Arbeitskollegen einmal wöchentlich gern Eishockey in Niesky spielen und er gehört der Freiwilligen Feuerwehr in Krauschwitz-West an. In einer stillen Minute malt Anne-Marlen Koschkar gern, sei es, um das Kinderzimmer zu gestalten oder auch einmal für ein Geschenk zur Hochzeit. Sohn Jonatan gehört zur Laufgruppe in der Eishalle, sein Bruder Lennart lernt Akkordeon in der Musikschule Fröhlich.

Bis Januar wird Anne-Marlen Koschkar die Elternzeit nutzen, doch zwischendurch gibt es ganz sicher Stippvisiten in Richtung Apotheke. Jörg Koschkar wird mehrere Monate die Elternzeit mit unterstützen. Dann besucht Marli-Elea die evangelische Kita in Weißwasser. „Etwas später werden wir wohl noch unseren Boden ausbauen, damit jedes Kind ein Kinderzimmer bekommt“, sagt er lächelnd.