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| 19:29 Uhr

Infrastrukturpolitik für die Lausitz
Weiterbau der B 178 rückt ein Stück näher

In der Weißwasseraner Telux haben sich Bürgermeister und SPD-Landtagsabgeordnete zum Gespräch getroffen.
In der Weißwasseraner Telux haben sich Bürgermeister und SPD-Landtagsabgeordnete zum Gespräch getroffen. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Weißwasser. Sächsische SPD-Fraktion macht sich für Infrastrukurprojekte in der grenzübergreifenden Lausitz stark. Von Torsten Richter-Zippack

Wenn alles wie am Schnürchen läuft, rollt in zehn bis 15 Jahren der Verkehr über die neue Bundesstraße 178 auf rund 80 Kilometern zwischen Cottbus und Zittau. „Voraussetzung ist allerdings ein bundesweites Verkehrsbeschleunigungsgesetz“, sagt Landtagsmitglied und Verkehrsexperte Thomas Baum (SPD). Das gibt es noch nicht. „Auf jeden Fall muss diese Nord-Süd-Verbindung stehen, wenn der Kohleausstieg da ist“, stellt der Politiker klar. Die Trasse, die heute vom Raum nördlich Löbau nach Zittau führt, müsse dreistreifig ohne Ampelkreuzungen und Kreisverkehre ausgebaut werden. „Vierspurig wäre natürlich besser, aber das ist unrealistisch“, erklärt Baum.

Während ihres Lausitz-Besuches hatte SPD-Chefin Andrea Nahles einen Sonderverkehrswegeplan für die Region angeregt. „Genau da hinein gehört auch die B 178“, fordert der Landtagsabgeordnete, der als geistiger Urheber des Vorhabens gilt. Thomas Baum will sich jetzt dafür einsetzen, dass das Dresdener Verkehrsministerium den Druck auf sein Bundespendant in Berlin massiv erhöht.

Während eines Gespräches der sächsischen SPD-Landtagsfraktion mit den Bürgermeistern der Region in Weißwasser stand die Verbesserung der Infrastruktur ganz oben auf der Liste. Fraktionsvorsitzender Dirk Panter fordert, dass Bürgermeister und Politiker unbedingt mit einer Stimme sprechen müssen: „Wer verzankt ist, kommt nicht weiter.“ Gleichzeitig plädiert er für eine weitere schnelle Verbindung zwischen der Lausitz und Leipzig. „Ideal wäre, wenn es aus dem Raum Cottbus eine Schnellstraße in die Messestadt gebe“, sagt Dirk Panter.