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| 02:53 Uhr

B 115 wird knifflige Angelegenheit

Mitarbeiter der Straßenmeisterei Weißwasser beseitigen an der Bautzener Straße in Weißwasser an den Eichen das Todholz. Damit ist ein Gefahrenherd für die Kraftfahrer beseitigt und die Verkehrssicherheit hergestellt. Nach dem Winter wartet auf die Straßenmeisterei und Baufirmen allerhand Arbeit.
Mitarbeiter der Straßenmeisterei Weißwasser beseitigen an der Bautzener Straße in Weißwasser an den Eichen das Todholz. Damit ist ein Gefahrenherd für die Kraftfahrer beseitigt und die Verkehrssicherheit hergestellt. Nach dem Winter wartet auf die Straßenmeisterei und Baufirmen allerhand Arbeit. FOTO: jor1
Görlitz/Rietschen. Der nächste Sommer kommt bestimmt und mit ihm wieder die Zeit des Straßenbaus. Die B 115 hat in den letzten Jahren immer dazugehört, so wird es auch diesmal wieder sein.Es steht der zweite Abschnitt der Ortsdurchfahrt Rietschen auf dem Programm. Regina Weiß

Nicht nur der Bau des 970 Meter langen Straßenabschnitts will durch den Landkreis Görlitz gut vorbereitet sein, sondern auch das ganze Drum und Dran. Aus diesem Grund fand in dieser Woche eine Beratung in Rietschen statt, wo zum Beispiel das Thema Umleitung besprochen wurde. Geplant ist, dass die Straße zwischen Kreuzung Mallmann/Kino-Café und Tankstelle in Richtung Weißkeißel zwischen dem 6. Juni (nach Pfingsten) und dem 11. August für zehn Wochen voll gesperrt wird. Das kündigt Werner Genau, Dezernent des Kreises Görlitz auf RUNDSCHAU-Nachfrage an. Schon jetzt können sich alle auf eine sehr weiträumige Umleitung einstellen. Knackpunkt ist, dass auch die S 127 an der Neiße nicht als Ausweichstrecke infrage kommt. "Zu diesem Zeitpunkt wird in Sagar eine Brücke gebaut", erläutert Werner Genau. Was bleibt, ist die B 156 und dann der Weg über Boxberg und Reichwalde nach Rietschen oder über Kreba nach Niesky. "Für den ÖPNV wird es eine Sonderlösung geben", so Werner Genau.

600 000 Euro bekommt der Kreis vom Bund für die Sanierung zur Verfügung gestellt. "Wir wollen das Geld in diesem Jahr unbedingt verbauen, denn wie es künftig aussieht, weiß kein Mensch."

Aus Erfahrungen vom ersten Abschnitt, der von Mitte August bis Anfang Oktober vorigen Jahres realisiert worden war, weiß das Amt, was einen bei diesem Bau erwartet. So werde nicht nur das komplette Schnittgerinne erneuert, sondern die verschiedenen Asphaltschichten rück- und wieder neu aufgebaut. Denn diese sind durch die Belastungen gerissen oder gebrochen. "Für den Bau brauchen wir eben diese Zeit", erklärt Genau. Allen Kritikern entgegnet er gleich, dass nichts anderes als eine Baustelle in Vollsperrung möglich ist. Zum einen liege das an der vorhandenen Straßenbreite, zum anderen an den geltenden Arbeitsschutzbestimmungen. "Da kann man gar nicht anders bauen, als wir es nun planen", so der Dezernent.

Und Rietschen ist nicht die einzige Baustelle. Die Liste umfasst ein ganzes A 3 Blatt. Darauf hat die Verwaltung einmal für die Presse aufgelistet, wo in diesem Jahr alles gebaut wird, wofür Fördermittel beantragt werden oder die Planung läuft. Die Tiefbaumaßnahmen, die 2017 umgesetzt werden sollen und die im Doppelhaushalt 2017/18 projektiert werden, belaufen sich auf 22,4 Millionen Euro. Beim Hochbau schlägt noch eine höhere Summe zu Buche. Dort ist von rund 57 Millionen Euro die Rede. Das Geld fließt in Schulen, Rettungswachen und Verwaltungsgebäude. Allein fast 24 Millionen Euro soll ja die Erweiterung des Kreissitzes kosten.

Zum Thema:
In die energetische Sanierung der Förderschulen Brüder Grimm und Astrid Lindgren in Weißwasser fließen 765 000 Euro. Für die Sporthalle der Brüder Grimm sind weitere 140 000 Euro geplant.Die Schulen stehen 2017 auf dem Bauplan, die Turnhalle 2018. Ebenfalls energetisch fitgemacht wird das Berufliche Schulzentrum Christoph Lüders in Görlitz. Dort werden drei Millionen Euro verbaut. Bei den Instandsetzungen von Staatsstraßen steht die S 126 in Weißwasser (Heinrich-Heine-Straße) und die S 122 in Niesky.Der Ausbau der Bautzener Straße in Uhyst soll nun im Juni losgehen und bis September 2018 geschafft sein. Das Vorhaben kostet 1,28 Millionen Euro. Der dritte Bauabschnitt der Kreisstraße von Rietschen nach Hammerstadt/Ostergraben soll im Juli starten. Ein weiterer Abschnitt soll sich im September anschließen.In die Instandsetzung des Radweges zwischen Trebendorf und Weißwasser sowie in einen ersten Abschnitt an der Spreestraße fließen weitere Mittel.