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B 115 wird ab Montag vor Görlitz zur Baustelle

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Dresden/Görlitz. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr plant eine Fahrbahnerneuerung der B 115 von der A 4-Anschlussstelle Kodersdorf (Südrampe) bis zum Kreuzungsbereich B 115/S 127 (südlich von Kodersdorf). Betroffen sind auch die Rampenfahrbahnen der Anschlussstelle Kodersdorf (Südseite) und Teile des Verzögerungs- und Beschleunigungsfahrstreifens (A 4 Richtungsfahrbahn Görlitz). Insgesamt geht es um 2,3 Kilometer. pm/rw

In diesem Zusammenhang wird im Baubereich die Asphaltdeck- und -binderschicht ersetzt. Zusätzlich erfolgen Arbeiten an vorhandenen Einfassungen und Entwässerungen. Die Bauarbeiten erfolgen unter Vollsperrung der B 115 sowie der Anschlussstelle Kodersdorf (Südseite).

Die Arbeiten sollen am 25. September mit dem Einrichten von Verkehrssicherungen beginnen. Verbunden ist damit die Vollsperrung der Anschlussstelle Kodersdorf (Südseite). Die B 115 bleibt noch befahrbar. Deren Vollsperrung wird ab 28. September über den gesamten Baubereich erfolgen und planmäßig bis zum 4. November dauern.

Während der Vollsperrung der B 115 wird der überregionale Fahrzeugverkehr (Görlitz bis Kodersdorf) am Knotenpunkt B 115/ S 127 zunächst auf der S 127 Richtung Deschka, dann durch Groß Krauscha nach Kodersdorf-Bahnhof über die Bahnhofstraße bis zum Knotenpunkt B 115/Bahnhofstraße in Kodersdorf geleitet. Der überregionale Verkehr aus Richtung Niesky wird entsprechend oben beschriebener Umleitung in entgegengesetzter Richtung an der Baustelle vorbeigeführt. Die Gesamtkosten, finanziert durch den Bund, betragen 940 000 Euro.

Gebaut wird auch auf der A 4. Zwischen den Anschlussstellen Ottendorf-Okrilla und Pulsnitz, wo seit Juni gearbeitet wird, wurde die neue, aber bemängelte Deckschicht bereits wieder abgefräst. "Dabei traten stellenweise ebenfalls verdächtige Stellen in der darunterliegenden Binderschicht auf, die zwischenzeitlich untersucht wurden. Im Ergebnis müssen stellenweise auch dort Teile erneut ausgetauscht werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Mit dem Abschluss des Gesamtvorhabens werde deshalb erst im Oktober gerechnet. Die Ursachenforschung laufe parallel weiter. Höchste Priorität hat für die Straßenbauverwaltung allerdings die Fertigstellung des Bauvorhabens rechtzeitig vor Beginn der Winterdienstbereitschaft, da für die Räum- und Streufahrzeuge die vollen Fahrbahnbreiten zur Verfügung stehen müssen.

Die Kosten für diese Fahrbahnerneuerung betragen rund vier Millionen Euro. Bei den Materialfehlern handelt es sich um einen Baumangel, der nicht zulasten der Steuerzahler gehe.

Länger dauert auch die Sanierung zwischen den A4-Anschlussstellen Görlitz und Kodersdorf. Hauptsächlich müssen dort im gesamten Baubereich Asphaltdeck- und -binderschicht ersetzt werden. Zusätzlich erfolgen Arbeiten an vorhandenen Einfassungen, Entwässerungen und Nebenanlagen. Die vorhandene Asphalttragschicht befindet sich - anders als stichprobenartigen Bohrkernuntersuchungen vermuten ließen - in großen Teilen ebenfalls in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Deshalb musste nun deutlich mehr als geplant ersetzt werden, erklärt die Pressestelle. Dies führt zu einer Bauzeitverlängerung. Voraussichtlich können die Arbeiten nach derzeitigem Stand bis Ende September abgeschlossen werden.