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B 115 in Krauschwitz ab Mitte April vier Wochen voll gesperrt

In diesem Bereich auf der B 115 in Krauschwitz wird ab Mitte April gebaut.
In diesem Bereich auf der B 115 in Krauschwitz wird ab Mitte April gebaut. FOTO: ni
Krauschwitz. Ab Mitte April ist die Straßenbaufirma STB See auf der B 115 in Krauschwitz zugange. Zwischen Hotel und Kreuzung an der Geschwister-Scholl-Straße werden auf insgesamt 380 Metern Lärmschutz-Maßnahmen ergriffen.

Während der Arbeiten bleibt die Bundesstraße für den Durchgangsverkehr vier Wochen komplett gesperrt. Das hat Omar Khorzom, Sachgebietsleiter Erhaltungsmanagement beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), am Montagabend in einer Anwohnerversammlung berichtet. Es war die zweite Zusammenkunft mit den Krauschwitzern zu diesem Projekt.

In der ersten Woche ab 13. April wird der Asphalt aufgebrochen und abgefräst. In der zweiten Woche sind die Gully-Schächte an der Reihe.

Nach einer Kritik des Hoteliers genau vor einem Jahr, dass es nachts aufgrund des Lkw-Verkehrs zu laut sei, betrieb der Landkreis Görlitz Ursachenforschung. Ein Baugrundgutachten zeigte auf, dass die Gully-Schächte unzureichend gegründet sind. Vor allem, wenn leere große Lkw über diese fahren, scheppere das laut und sorge für blecherne Geräusche, die als sehr unangenehm empfunden werden. Dem soll nun abgeholfen werden. Dazu werden alle Gully-Deckel gegen neue ausgetauscht und eine ebene Fahrbahn wird geschaffen.

Nach den Fräsarbeiten können die Anrainer noch ihre Grundstücke mit dem Auto erreichen. Dazu werden Rampen gestellt, hieß es. "Wenn Asphalt, der Binder und die Decke eingebracht werden, muss alles ruhen", so der Lasuv-Mann. Er rechnet damit, dass dafür etwa eine Woche benötigt werde. Technologisch gebe es keine andere Lösung, betonte er. Ein Handwerker kritisierte, dass der Betrieb vorübergehend "stillgelegt" werde. Bei einem anschließenden Vor-Ort-Termin wollte er das Problem mit Omar Khorzom sowie Bauleiter und Polier von STB See separat besprechen.

Während der Baumaßnahme, die in drei Abschnitten realisiert werden soll, werde der Verkehr weiträumig umgeleitet. Nur für den Schulbus sei eine individuelle Lösung durch den Ort gefunden worden. Er soll über Amselweg, Sandweg und Wilhelmstraße fahren. Werden dadurch auf diesen Schäden angerichtet, komme das Lasuv dafür aus.

Enttäuscht nahmen Anwohner wie Konrad Nowak zur Kenntnis, dass die Pflasterstreifen neben der Fahrbahn jetzt nicht angefasst werden. Weil das Pflaster Schäden aufweise, würden sich an verschiedenen Stellen bei Regen riesige Pfützen bilden. Somit würde also "Venedig" erhalten bleiben, so eine Anwohnerin. Sie hätte sich von dem Vorhaben mehr versprochen, sagte die Frau. Omar Khorzom vom Lasuv betonte, dass es jetzt um die Beseitigung der Lärmursachen gehe. "Es gibt finanzielle und zeitliche Rahmen. Alles andere wäre ein Fass ohne Boden."

Jeder Anwohner soll von der Baufirma eine schriftliche Information zum Bauablauf erhalten, zu Ansprechpartnern und dazu, was für die Müllentsorgung während der Vollsperrung zu beachten ist.