ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:11 Uhr

Autodiebstahl und Raub
Autodieb und Schläger kommen vor das Landgericht

Görlitz. In Görlitz beginnt ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied einer auf Autodiebstähle spezialisierten Bande. Zudem wird sich das Gericht mit zwei Schlägern, die schweren Raub begangen haben sollen, befassen.

Schwerer Raub und Autodiebstähle sind Gegenstand von zwei Verhandlungen am Landgericht Görlitz in der nächsten Woche. So beginnt am Montag der Prozess gegen einen 41 Jahre alten gelernten Dreher aus dem polnischen Zgorzelec. Ihm werden zwölf Diebstähle von hochwertigen Pkw, meistens der Marke Audi, im Gesamtwert von rund 430 000 Euro als Mitglied einer Bande zur Last gelegt, wie das Landgericht informiert. Unter anderem soll er in Großschönau am 20./21. Januar 2012 am Diebstahl dreier Pkw Mazda im Gesamtwert von 66 655 Euro beteiligt gewesen sein. Die meisten Pkw wurden im Großraum Dresden entwendet. Drei der entwendeten Fahrzeuge konnten durch die polnische Polizei wieder aufgefunden werden. Gegenüber den polnischen Ermittlungsbehörden hatte der Angeklagte pauschal eingeräumt, an Autodiebstählen beteiligt gewesen zu sein.

Gegen weitere Bandenmitglieder wurde bereits in der Vergangenheit ermittelt; sie wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.am Donnerstag beginnt der Prozess gegen zwei arbeitslose Männer aus Kottmar. Der 25- und der 32-Jährige werden beschuldigt, am 20. Oktober gegen 22.45 Uhr in Oderwitz dem Geschädigten Daniel H. vor dessen Wohnung aufgelauert zu haben, um ihn auszurauben. Sie sollen den Geschädigten von hinten mit einer Zaunlatte niedergeschlagen haben, wodurch er kurzzeitig das Bewusstsein verloren habe. Anschließend sei er mit Faustschlägen und Fußtritten traktiert worden. „Dem völlig widerstandsunfähigen Opfer hätten die Angeklagten sodann 230 Euro Bargeld und 19 Flaschen Bier weggenommen. Anschließend hätten sie in der Wohnung des Geschädigten Gegenstände im Gesamtwert von 700 Euro zerstört“, heißt es in der Mitteilung des Landgerichts.

Der Geschädigte soll unter anderem eine Mittelgesichtsfraktur mit bleibenden Schäden durch die Gewalthandlungen erlitten haben.

Der besonders schwere Raub ist mit Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren bedroht.