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| 16:58 Uhr

Feuerwehreinsatz
Auto geht im Tauerwiesenteich baden

Das Eis vom Tauerwiesenteich hat die Last des Pkw nicht getragen. Hilfe war nötig.
Das Eis vom Tauerwiesenteich hat die Last des Pkw nicht getragen. Hilfe war nötig. FOTO: Danilo Dittrich
Tauer. Ein 26-Jähriger wollte in Tauer (Landkreis Görlitz) mit dem Auto auf einem zugefrorenen Teich driften. Das dürfte teuer für ihn werden. Denn Feuerwehren und andere Rettungskräfte waren stundenlang im Einsatz, um das eingebrochene Fahrzeug zu bergen.

Ein 26-Jähriger aus Zimpel hat am Samstag seinen Pkw im Tauerwiesenteich versenkt. Das Auto zu bergen, hat die Kameraden der Feuerwehren Klitten und Boxberg, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und des Technischen Hilfswerkes Görlitz zahlreiche Einsatzstunden gekostet. Rund 30 Personen waren wegen der Bergung im Einsatz.

Nach RUNDSCHAU-Informationen sollte mit dem Auto am Samstag auf dem Eis gedriftet werden. Nach rund 300 Metern brach es ein. Die beiden Insassen im Auto konnten sich allerdings noch rechtzeitig ans Ufer retten. Mit einem Traktor versuchte der Besitzer, das Auto an Land zu ziehen. Das misslang.

Nachdem der Einsatz am Samstag aufgrund der Dunkelheit abgebrochen wurde, dauerte die Bergung am Sonntag bis zum Nachmittag. „Erst nach über sechs Stunden Einsatzzeit war das Fahrzeug, welches noch etwa 200 Meter weit im Teich lag, am Ufer angelangt“, heißt es im Einsatzbericht der Freiwilligen Feuerwehr Klitten. Um dies zu schaffen, sei es notwendig gewesen, mittels Motorkettensägen eine Schneise in die bis zu 15 Zentimeter dicke Eisschicht zu sägen und anschließend das Auto zu drehen und mittels einer Winde eines Traktors an Land zu ziehen. Laut Einsatzleiter und Chef der Klittener Feuerwehr dauerte der Einsatz insgesamt zwölf Stunden.

„Leider mussten wir auch bei diesem Einsatz die Uneinsichtigkeit mancher Bürger zu spüren bekommen. Einige waren der Meinung, trotz der Anweisungen der Kameraden mitten im Bereich der Arbeiten herumlaufen zu müssen und sich alles anzuschauen“, heißt es im Einsatzbericht weiter. Die Polizei sorgte schließlich dafür, dass die Rettungskräfte ihre Arbeit tun konnten.

Laut Pressesprecher Thomas Knaup wird geprüft, ob es wegen einer Umweltstraftat zur Anzeige gegen den 26-Jährigen kommt. Schließlich liegt der Teich im Biosphärenreservat.

Außerdem muss der Verursacher mit einer Rechnung rechnen. Diese wird die Gemeinde Boxberg stellen, wenn die Einsatzprotokolle aller Beteiligten in der Gemeinde vorliegen, wurden doch Taucher und THW von der Feuerwehr alarmiert. „Über die Höhe kann ich noch keine Auskunft geben“, so Boxbergs Hauptamtsleiter Arian Leffs.

(pm/rw)