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Ausstellung über wendische Kirchen in Bad Muskau

Bad Muskau. "Wendische Kirchen zwischen Löbau und Lieberose" ist der Titel einer Wanderausstellung des Sorbischen Museums Bautzen, die ab 1. Oktober in der Jakobskirche in Bad Muskau zu sehen sein wird, teilt Pfarrerin Miriam Arndt mit. pm/rw

Die sogenannten wendischen Kirchen in den Lausitzer Städten entstanden in der Reformationszeit als Pendant zu den Stadtkirchen, in denen deutscher Gottesdienst stattfand. Oft waren es ausgediente Klosterkirchen. Mit der Reformation wurde Luthers Prinzip der Nutzung der Muttersprache in Wort und Schrift in den hiesigen Gottesdiensten durchgesetzt. Die damals als Wenden bezeichnete sorbische Bevölkerung erhielt seit der Reformation nicht nur eigene Kirchen, sondern es entstand auch ein sorbisches Schrifttum als Ausgangspunkt weiterer kultureller Entwicklung.

Der Fotograf Jürgen Matschie ist Initiator dieser Ausstellung. Er machte sich auf die Suche nach den einstigen Standorten der wendischen Kirchen in der Lausitz. Kurze Texte zur Geschichte der 21 wendischen Kirchen und historische Zitate auf den Roll-ups wurden seitens des Sorbischen Museums ergänzt.

Die Wanderausstellung ist Teil eines Förderprojekts des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien im Rahmen der bis Ende August in Bautzen gezeigten Ausstellung "Fünf Jahrhunderte. Die Sorben und die Reformation". Unterstützt wird es mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags und gefördert wird es durch die Stiftung für das sorbische Volk und den Landkreis Bautzen.

Die Ausstellung in der Jakobskirche ist vom 1. bis 22. Oktober sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Am 2. und 3. Oktober außerdem von 10 bis 17 Uhr.