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| 16:00 Uhr

Aufgeräumt
Aus für das „kleinste Parkhaus“

Das durch ein Unfall lädierte Buswartehäuschen wurde Montag abgerissen.
Das durch ein Unfall lädierte Buswartehäuschen wurde Montag abgerissen. FOTO: Joachim Rehle
Gablenz. Bis zur 750-Jahr-Feier soll ein neues Buswartehäuschen in Gablenz stehen.

Hunderte Leute mit Fotoapparaten bewaffnet haben Gablenz in den letzten Tagen einen Besuch abgestattet. Dem „ersten und kleinsten Parkhaus“ im Dorf galt ihr Interesse. Dort war Gründonnerstag ein 54-Jähriger mit seinem Auto reingerast und blieb stecken. Ein Wunder, dass der Mann unverletzt blieb. Doch die Schäden sind immens. Am Tag nach dem Unfall war von mindestens 20 000 Euro die Rede. Doch das reicht nicht, sagte Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) am Montagabend während der Ratssitzung. Mehr als 30 000 Euro betrage der Schaden. „Allein die plattgemachten Rhododendrensträucher haben einen Wert von 20 000 Euro“, rechnete er vor. Der Umweltausschuss hatte entsprechende Unterlagen für ein Gutachten zur Verfügung gestellt. „Es waren die ersten, die in Gablenz geblüht haben“, bedauert Ausschussvorsitzender Uwe Horbaschk den Verlust. Für diese und weitere Pflanzungen hatte der schon vor Jahren verstorbene Gablenzer Werner Paulick zu DDR-Zeiten gesorgt. Der Ausschuss unterstützt die Gemeinde, wenn nachgepflanzt wird, kündigt Horbaschk an. Und neue Rhododendren soll es auf alle Fälle geben, versichert Bürgermeister Noack.

Bis zur 750-Jahr-Feier im Juni, so ist es das Ziel, soll auch das Buswartehäuschen, das ja erst 2016 eingeweiht wurde, wieder neu entstanden sein. Die Firmen haben zugesagt, den zweiten Aufbau bis dahin hinzubekommen, versicherte Noack. Er sei optimistisch, was die Übernahme der Kosten durch die Versicherung angeht.

Montag war dem spektakulären Parkhäuschen ein Ende bereitet, das rote Auto ausgeparkt und alles Stück für Stück abgetragen worden. „Auch die Sitzbank darin war total zerlegt. Es muss die geballte Kraft gewesen sein, die darauf eingewirkt hat. Genau wie auf die Zaunsäule vom Nachbargrundstück“, schildert der Bürgermeister.

Kurz vor der Ratssitzung hatte er sich mit Peter Weszkalnys, dem Chef vom Bauausschuss, vom Stand der Dinge überzeugt. Wer nach 16.40 Uhr dort vorbeifuhr, konnte nur noch am schiefen Haltestellenschild erkennen, dass hier was passiert sein musste.

Dort, wo das Buswartehäuschen stand, soll nun ein neues aufgebaut werden. Foto: ni
Dort, wo das Buswartehäuschen stand, soll nun ein neues aufgebaut werden. Foto: ni FOTO: Gabi Nitsche