Alle Seen sollen demnach nach Ortschaften bezeichnet werden. Hintergrund: Experten gehen davon aus, dass dies für die künftige touristische Vermarktung der Seen vorteilhafter sei.

Diese Argumentation stellten einige Stadtverordnete zumindest in Frage. SPD-Abgeordneter Olaf Gunder erinnerte an die Umbenennung des Lausitzrings. Auch damals habe es geheißen, dass sich die Rennstrecke mit dem neuen Namen Eurospeedway Lausitz besser vermarkten lassen würde.

Erhebliche Bauchschmerzen mit der Umtaufe hat Frank Muschick von den Linken. Für ihn ist wichtig, dass die Stadt Großrä schen als Seestadt beworben wird. "Der Name spielt dabei keine Rolle." Thomas Adam (Grüne Liga) hofft, dass mit dem neuen Namen "Großräschener See" der Eingang zum Seenland geografisch genauer als bisher definiert wird.

Tröstend griff Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) in die Debatte ein. Mit dem Namen "Ilsesee-Hafen" will er die Großrä schener versöhnlich stimmen.