Von Regina Weiß

Der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Halbendorf beschäftigt nicht nur die Baufachleute und die Kameraden der Feuerwehr, sondern verstärkt auch die Eltern. Denn wird oben gebaut, muss unten ausgezogen werden – ließe sich vereinfacht sagen. Doch so einfach ist es nicht.

Nun ist von einer Bauzeit von mindestens acht Wochen die Rede. In dieser Zeit müssen die Mädchen und Jungen aus der Kita Storchennest ihr angestammtes Domizil verlassen. Darüber hatte im März auch die RUNDSCHAU berichtet. Die Eltern nahmen die Nachricht aus der Heimatzeitung mit großer Bestürzung auf und wandten sich mit einer Petition an den Bürgermeister. Mittlerweile gab es eine Elternversammlung, in der Gemeindechef Helmut Krautz (parteilos) den Werdegang noch einmal geschildert hat. Bereits in der Jahreshauptversammlung sei über das Bauvorhaben berichtet worden. Die Fahrzeughalle muss statisch verstärkt werden, damit dort künftig ein neues Fahrzeug abgestellt werden kann. „Ich wollte mit den Eltern reden, wenn ich belastbare Ergebnisse habe“, so Krautz. Brandschutz sei Pflichtaufgabe der Gemeinde. Deshalb müsse dieser Umbau erfolgen.

Noch ist immer nicht klar, wo die Kinder in der Bauzeit untergebracht werden. Eine Möglichkeit sei die alte Schule in Halbendorf. Mit dem Heimatverein sind deshalb Gespräche gelaufen. Laut Sebastian Bertko vom Verein spreche prinzipiell nichts dagegen, aber derzeit laufen in dem Gebäude noch Umbauarbeiten. Diese sollen bis zum Sommer abgeschlossen werden. Wahrscheinlich müsste zusätzlich ein Sanitärcontainer für die Kleinkinder aufgestellt werden. Wichtige Maßgabe laut Bürgermeister ist, ohne das grüne Licht vom Landesjugendamt geht ein Provisorium gar nicht.

Gemeinderat Heinz Grosa hielt mit seiner Meinung nicht hinterm Berg. Ihn habe das mit der Petition gestört. Gleichzeitig fordert er alle Beteiligten auf, nach Wochen endlich eine Lösung zu finden.