Von Regina Weiß

Die Anhebung der Eltern-Beiträge für die Kitas war bereits im Minus-Haushalt vor wenigen Wochen beschlossen worden. Jetzt haben die Krauschwitzer Räte auch der Erhöhung zugestimmt. Der Beschluss ist am Dienstagabend bei drei Enthaltungen mehrheitlich gefasst worden.

Bei der Erhöhung geht es nicht um wenige Euro, sondern beim Neun-Stunden-Krippenplatz beispielsweise um 22 Euro im Monat. Grundlage der neuen Berechnung sind die Betriebskosten 2018. Diese umfassen Sach- und Personalkosten, wobei letztere das meiste ausmachen. Diese sind im vergangenen Jahr gestiegen. Hinzu kommt die Haushaltskonsolidierung von Krauschwitz. Vom Dresdener Büro „B&P“ war der Gemeinde aufgelistet worden, wohin der Zug zu fahren hat. Eine Maßgabe: Bei den Kitagebühren sollte die Kommune bis an die Obergrenzen des gesetzlich Vorgeschriebenen gehen.

Herausgekommen ist: Sie liegen ab dem Jahr 2020 im oberen Bereich, aber nicht an der Obergrenze. So kostet ein Neun-Stunden-Krippenplatz künftig 220,20 Euro. Bisher sind es 198 Euro. Mit der Erhöhung beteiligt Krauschwitz die Eltern mit 21,5 Prozent an den Platzkosten. Möglich sind 20 bis 23 Prozent. Für einen Neun-Stunden-Kindergartenplatz sind es künftig 141,30 Euro (bisher 125 Euro). Der Hortplatz (sechs Stunden) kostet ab dem kommenden Jahr 85,30 Euro. Derzeit sind es 74 Euro. Der durch die bisherigen Elternbeiträge erreichte Deckungsgrad liegt dagegen im unteren Grenzbereich.

Wie Toralf Schindler von der Gemeindeverwaltung erklärt hat, wurde mit den Leiterinnen der Kita und den Elternvertretungen gesprochen. Die Anhebung betrifft sowohl die kommunale Einrichtung in Sagar als auch die in freier Trägerschaft in Krauschwitz.

Gemeinderätin Heike Krahl (die Linke) hat im Zuge der Diskussion am Dienstag darauf aufmerksam gemacht, dass der Freistaat ja den Landeszuschuss für Kitas angehoben habe. Dieses Geld werde allerdings durch die Vor- und Nachbereitungszeit der Erzieherinnen „aufgefressen“. Mit anderen Worten, die Erzieherinnen können nicht in ihrer gesamten Arbeitszeit in der Gruppe sein. „Das soll die Qualität der Kitabetreuung in Sachsen erhöhen, was ja auch richtig ist, kostet aber auch mehr Geld“, so Toralf Schindler. Das bedeutet auch, dass trotz Erhöhung des Landesgeldes die Gemeinde den höchsten Anteil an den zwei Kitas trägt. Es sind mehr als 40 Prozent.

Wie lange werde denn der neue Beitragssatz Bestand haben, wollte Detlef Roitsch (CDU) wissen. Derzeit könne das keiner sagen. Jedes Jahr müssen die Betriebskosten der Kindereinrichtungen auf den Prüfstand. Dann wisse man mehr.