(rw) Wenn die Schüler „ausziehen“, dann ziehen die Bauleute ein. So könnte man kurz umschreiben, was in den nächsten drei Jahren in der Grundschule Boxberg vonstatten gehen wird. Grund dafür ist, die Gemeinde muss die brandschutztechnische Ertüchtigung der Grundschule in Angriff nehmen. Dafür sind die Planungsleistungen vergeben worden. „Die Beschlüsse sind alle einstimmig gefasst worden“, erklärt Bürgermeister Achim Junker (CDU) der RUNDSCHAU auf Nachfrage. Dabei geht es um Leistungen im Umfang von 163 810 Euro für die Bau-, Elektroplanung sowie die Planung für Heizung, Lüftung und Sanitär. Die Aufträge gehen an Büros in Weißwasser und Krauschwitz.

Möglich ist das Ganze nur, weil es Fördermittel für das Vorhaben gegeben hat. Das Umweltministerium des Freistaates stellt der Kommune Finanzmittel im Umfang von 942 532 Euro zur Verfügung. Diese kommen aus dem Topf Ländliche Entwicklung. Die Bausumme beläuft sich auf rund 1,05 Millionen Euro.

Beim Umbau des neben der Grundschule befindlichen Begegnungszentrums (Gebäudeteil Freie Schule) ist der Verwaltung noch einmal deutlich vor Augen geführt worden, dass die Rohrdurchführungen durch die Decken sowie die Versorgungsleitungen nicht nur in die Jahrzehnte gekommen sind, sondern auch aus Sicherheitsgründen angepackt werden müssen. „Wir werden das Ganze in drei Jahresscheiben realisieren“, so Bearbeiter Norbert Reimann. Los geht es in den Sanitärräumen in allen drei Etagen.

Gebaut werden soll ab dem 8. Juli. Das ist der erste Tag der Sommerferien in diesem Jahr. Ziel ist es nämlich, die Arbeiten bis 2021 in der schulfreien Zeit zu absolvieren. 2020 ist das Kellergeschoss samt Speiseraum und Küche dran, 2021 sind es die Flure. Neben dem Brandschutz wird auch das Thema Barrierefreiheit bei den Bauarbeiten eine wichtige Rolle spielen.