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Aus Alt mach Neu in 14 Monaten

Im Beisein von Uhystern ist das sanierte Spreewehr freigegeben worden. Bei Rundgängen erfuhren die Besucher Wissenswertes.
Im Beisein von Uhystern ist das sanierte Spreewehr freigegeben worden. Bei Rundgängen erfuhren die Besucher Wissenswertes. FOTO: Regina Weiß
Uhyst. Eine der größten Wehranlagen im Gebiet Spree-Neiße – das Spreewehr in Uhyst – der Landestalsperrenverwaltung (LTV) Sachsen sieht aus wie neu und ist nun mit der aktuellen Technik ausgerüstet. Am Dienstag wurde die Baumaßnahme offiziell beendet. Regina Weiß

"Wir haben alles richtig gemacht", so Heinz Gräfe, Geschäftsführer der LTV. Damit meinte er zum einen das vollendete Bauwerk und zum anderen das schöne Wetter, das für den Festakt "bestellt" worden war.

In 14 Monaten Bauzeit wurde alles aufgefrischt. Anderswo würden solche Projekte Jahre dauern. "Die LTV kann auch rasch", lobte Heinz Gräfe. Seine Schlussfolgerung: Das funktioniere nur in Regionen, wo auch die Kommunikation stimme. Es wäre sogar noch schneller gegangen, erklärte Sebastian Fritze, Leiter des Betriebes Spree-Neiße. Doch der letzte Winter machte den Bauleuten einen Strich durch die Rechnung. Seit März 2016 wurde das Wehr, das aus dem Jahr 1982 stammt, komplett saniert, und das kostete 3,3 Millionen Euro.

Mehr als 30 Jahre im Dauerbetrieb hatten dazu geführt, dass die Anlage verschlissen war. Sie entsprach nicht mehr dem Stand der aktuellen Technik. Hinzu kam, dass der wieder angestiegene Grundwasserspiegel einen Umbau nötig machte.

Bei der Sanierung wurden Betonteile erneuert, die Sohle und die Böschung unterhalb des Wehres gesichert. Damit die Wehrklappen im Winter nicht einfrieren, wurden Heizelemente eingebaut. Die neue Antriebs-, Steuerungs- und Überwachungstechnik ist jetzt in einem Betriebsgebäude untergebracht. Das Wehr ist nun in das Prozessleitsystem der Landestalsperrenverwaltung eingebunden. Das Tosbecken wurde auf einer Breite von 27 Metern und einer Länge von 18 Metern erneuert. Auf weiteren 58 Metern wurde das Spreebett zusätzlich gesichert. Auch die 40 Meter lange Wehrbrücke, die das Bauwerk eigentlich nicht brauchen würde, aber für die Uhyster von großer Bedeutung ist, wurde saniert.

Somit ist ein eindrucksvolles Bauwerk, so die Einschätzung von Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU), wieder für die nächsten Jahre fit gemacht. Nicht nur was den Hochwasserschutz im Besonderen betrifft, sondern auch die Regulierung der Spree im Allgemeinen. Denn gerade der Einstau im Oberlauf der Spree von rund 3,65 Metern sei wichtig für den Mühlgraben, die Müllerteiche, den Park- und den Schwanenteich sowie - nicht zu vergessen - den Bärwalder See. Dort, wo das Wasser auf einer Staulamelle von 123 bis 124 Metern steht und zum Baden einlädt, war für den Tagebau die Spree verlegt worden. In diesem Zuge war der Spreewehrbau notwendig geworden.