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| 15:59 Uhr

Aufgeschnappt
Gottesanbeterin wartet am Bahnhof Weißwasser auf den ICE

 Die Gottesanbeterin vor dem Bus- und Bahnhof in Weißwasser.
Die Gottesanbeterin vor dem Bus- und Bahnhof in Weißwasser. FOTO: Andreas Hanl
Weißwasser. Was der Lokalredaktion in Weißwasser in dieser Woche alles zu Ohren gekommen ist, ist hier kurz zusammengefasst. Von Regina Weiß und Christian Köhler

Dass es in Weißwasser manchmal heiß hergeht, hat ja der Stadtrat in der letzten Legislatur bewiesen. Ob das der Grund dafür ist, warum die Gottesanbeterin – ein Insekt, das man in warmen Gefilden verortet – hier vorbeischaut, bleibt fraglich. Es könnte auch sein, dass die Anbeterin auf den ICE wartet, den die Politiker Weißwasser versprochen haben. Die Zeit nutzt die Gottesanbeterin und sonnt sich am Busbahnhof, in Nähe des Bahnhofes. Dort hat sie der Weißwasseraner Andreas Hanl abgelichtet.

Um die Leihgaben für die Ausstelllung „Muskauer Keramik“ aus 16 Museen und von 15 privaten Sammlen nach Bad Muskau zu holen, haben Mitarbeiter der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau sowie die Ausstellungskuratoren Helga Heinze und Holger Klein 4200 Kilometer zurückgelegt. Auf einer dieser Touren – aus dem polnischen Stargard zurück in die Heimat – wurde noch mal Trzebiel (Triebel) abgebogen. Dort wurde gerade ein Haus abgerissen und Holger Klein vermutet dort Scherbenfunden. Die gab es wirklich. Sechs Hände voll Scherben wurden von der Baustelle geschafft und in Trinkbechern nach Bad Muskau transportiert.

Viele Jahre hat man gedacht, dass die Schmelzstraße in Bad Muskau den Namen von den Öfen der dort angesiedelten Töpfereien bekommen hat. Doch Helga Heinze aus Sagar hat im Zuge der Vorbereitung der Muskauer Keramik-Ausstellung herausgefunden, dass die Namensgebung auf die Arbeiter im Eisenhammer Keula zurückgeht, die über die „Schmelze“ den Weg in die Muskauer Stadtkirche genommen haben.

Direkt auf der viel befahrenen B 115 wächst aus dem sicheren Gully heraus eine Sonnenblume. Die Gemeinde Weißkeißel hat damit indes nichts zu tun, versichert Gemeindearbeiter Henri Hänchen. „Jemand muss dort Samen verloren haben. Unserer Ansicht nach kann die Sonnenblume bis zum Herbst dort wachsen. Solch ein Phänomen hat es in Weißkeißel noch nicht gegeben.“

Birgit Prinz (Pro Kind) hat bei der ersten Sitzung des Krauschwitzer Gemeinderates erklärt, dass sie ganz froh sei, dass zwei Frauen den Sprung in den Rat der Gemeinde geschafft haben. Das ist neben ihrer Person Heike Krahl (Linke). „Dass ich und Heike Krahl hier sitzen, ist sicher eine gute Sache. Ich denke, wir Frauen sehen die Dinge doch anders als die Herren der Schöpfung.“

Gerade in Wahlkampfzeiten will die Sächsische Staatsregierung nicht kleckern, sondern klotzen. Entsprechend häufen sich auch Mittelungen, wo und wann überall ein Regierungsvertreter im Altkreis Weißwasser unverhofft auftaucht, um „Geschenke“, also Förderbescheide, zu überreichen. So geschehen in dieser Woche. Da wird ins Schleifer Kirchspiel geladen – und nach Bad Düben. Für die Stadt bei Leipzig allerdings wehrte die Freude über den möglichen Geldsegen aber nur kurz. Denn eine Korrektur aus Dresden ließ nicht lange auf sich warten: Es ist natürlich von Groß Düben die Rede gewesen. Aha, also doch für das gesamte Kirchspiel um Schleife, schön.

Wegen eines Software-Problems sind die Wahlbenachrichtungen für Bewohner in Skerbersdorf nicht verschickt worden. „Das Problem liegt nicht bei der Gemeinde“, sagt Toralf Schindler, „sondern bei den Betreibern des Verwaltungsprogramms.“ Allerdings wird wohl die Gemeinde die Zusatzkosten für die Anschreiben zunächst aufbringen müssen. (rw/ckx/trt)

 Auf der viel befahrenen B 115 in Weißkeißel wächst diese Sonnenblume seelenruhig.
Auf der viel befahrenen B 115 in Weißkeißel wächst diese Sonnenblume seelenruhig. FOTO: Torsten Richter-Zippack