ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:45 Uhr

Auf Jagd nach Ostereiern im Kromlauer Park

Die Waldeisenbahn aus Weißwasser trifft voller Fahrgäste in Kromlau ein. Jetzt beginnt die Osternester-Suche.
Die Waldeisenbahn aus Weißwasser trifft voller Fahrgäste in Kromlau ein. Jetzt beginnt die Osternester-Suche. FOTO: Ingolf Tschätsch/igt1
Kromlau. Ostern - Kromlauer Park - Waldeisenbahn. Das sind die Zutaten für eine erfolgreiche Veranstaltung. Die traditionelle Ostereiersuche im Kromlauer Park, verknüpft mit dem Saisonstart der Waldeisenbahn, war wiederum ein gelungener Besuchermagnet. Ingolf Tschätsch / igt1

Fast auf die Minute genau wie im Vorjahr fährt die Lok der Waldeisenbahn gegen 10.30 Uhr in den Bahnhof ein. Im Nu strömt Alt und Jung aus den Waggons des ersten Zuges an diesem Sonnabend gen Kromlauer Park. Die Reichwalder Blasmusikanten setzen ihre Instrumente an und beginnen zu spielen. Für die Kinder gibt es kein Halten mehr. Im Laufschritt eilt die Menge mit Bahn-Maskottchen Wuschel und dem Osterhasen im Gefolge der großen Wiese hinter der Waldstation zu. Die Ostereiersuche beginnt.

"Wir haben wieder rund 150 Beutel mit jeweils zwei Eiern und Süßigkeiten gepackt und hier versteckt", erzählt Wilfried Krause, der Vorsitzende des Kromlauer Heimatvereins. Auf Nachfrage rückt er damit heraus, dass Krauses es selbst waren, die diese Arbeit übernommen haben. Seine Frau Marlies, er und die Jungs Tom und Tobias sowie Sophie. "Den ganzen Abend haben wir gestern dazu gebraucht", fügt der Vereinschef hinzu. Die 300 Eier für die Beutel und noch einmal 100 für das Walleien hat wiederum die Geflügelzucht Jämlitz/Gablenz der Prohav Halbendorf mit ihrer Leiterin Heike Flieger zur Verfügung gestellt.

"Die Frauen haben sie auch gefärbt", so Wilfried Krause. Die Gemeinde und Torsten Lange, einem Mitglied des Heimatvereins, spendeten die Süßigkeiten.

Auf der Wiese geht es inzwischen hoch her. Mädchen und Jungen sind mit Muttis und Vatis, Omas und Opas eifrig beim Suchen. Die Osterüberraschungen bleiben nicht lange in den Sträuchern verborgen.

Auch Besucher von weiter her haben sich auf die Jagd nach den Eiern gemacht. So wie Thomas und Sascha Förster mit dem vierjährigen Brian und dem einjährigen Jason. Beide Kinder haben einen Beutel gefunden, Jason natürlich nur mit Hilfe. Brian hält stolz seinen Fund in die Höhe. "Wir kommen aus Berlin, stammen aber aus der Gegend hier. Über die Feiertage sind wir zu Besuch in Weißwasser und wollten uns mal die Ostereiersuche in Kromlau ansehen", berichten die Erwachsenen.

Familie Röhle aus Lodenau mit Tochter und Oma Brigitte Hertrich schlendert über das Gelände, schaut hier- und dorthin, lässt einfach das Geschehen auf sich wirken. "Wir sind fast jedes Jahr, wenn das Wetter es zulässt, Ostern in Kromlau. Es macht uns Spaß, es gefällt uns, das mitzuerleben. Für die Eiersuche sind wir heute zu spät gekommen. Macht aber nichts. Wir haben schon welche im Auto", erzählen die Lodenauer. "Und ich liebe besonders die Blasmusik", meint die Oma. Ein Kompliment für die Reichwalder Musikanten.

In der Waldstation bei Sylvia Döhnert aus dem Dorf können sich interessierte Besucher ansehen, wie Eier kunstvoll verziert werden.

Wenig später beginnt draußen der Wettbewerb im Waleien. Detlef Nickel vom Heimatverein hat die Betreuung dafür übernommen. Eier werden eine abschüssige Bahn hinunter gekullert, müssen dabei mit anderen Eiern zusammenstoßen. Ein alter sorbischer Brauch.

Die Angebote zum Mitmachen vom Spielmobil des SpinnNetzes und der Station Junger Naturforscher und Techniker aus Weißwasser sind ebenfalls gefragt. Die Organisatoren vom Heimatverein sind zufrieden, zumal sie diesmal auch mit Petrus im Bunde sind. Übrigens: In einigen Wochen kann sich die Truppe von Wilfried Krause selbst einmal groß feiern. Denn: "Am 4. Juni begehen wir das 20-jährige Bestehen des Heimatvereins Kromlau", erklärt der Vorsitzende.

"Aber so etwas von zufrieden" sind auch die Waldeisenbahner um Heiko Lichnok. "Das war ein super Saisonstart für uns", so dessen Fazit nach vier Festtagen, an denen die Züge der kleinen Bahn gefragt waren wie selten bei einem Start in den Frühling. Für die Waldeisenbahner seien volle Züge das schönste Dankeschön für ihren Einsatz.