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| 15:19 Uhr

Aufgeschnappt
Auch Schweden sind neugierig

Was die RUNDSCHAU-Reporter in dieser Woche nebenbei erlebt haben.

Gablenz und Beschlussvorlagen. Da standen kürzlich einige an im Zusammenhang mit der Sanierung des Rakotz­ensembles. Sind das Brutto- oder Nettobeträge?, fragte Frank Hoffmann. Bürgermeister Dietmar Noack zückte das Handy und rief die Planerin an. „Na sag ich doch, es ist alles brutto“, so Noack und erntete Lachen.

 

Die Gemeinde, in deren freiwilliger Feuerwehr die meisten Berufsfeuerwehrmänner sind, scheint Trebendorf zu sein. Von 30 Mitgliedern der aktiven Truppe verdienen sechs ihre Brötchen bei der Leag-Werkfeuerwehr.

 

Das Konzert der Schwedin Gunhild Carling und Band beim internationalen Dudelsackfestival in Schleife war der absolute Knaller. Davon ist Mitorganisator Wolfgang Kotissek überzeugt. Die Leute waren total begeistert von dieser Vollblutmusikerin und deren Kollegen, berichtet er. Die Frau habe ein Temperament, das ihresgleichen suche. Dass deren Mutter auch noch mit von der Partie war, setzte dem noch eins drauf. Wenn man in den Kalender von Gundhild Carling schaut – Konzerte in großen Städten, New York, München, Malmö und viele andere weltbekannte Namen tauchen auf. „Und dazwischen stand dann unser kleines Schleife.“ Kotissek wollte wissen, warum sie sich für dieses Festival entschieden hat. Die Antwort gab die Mutter: Sie konnten mit dem Namen Schleife nichts anfangen, googelten, lasen was von den Sorben, von denen sie vorher noch nichts kannten, aber unbedingt etwas erfahren wollten.

 

Ein dickes Lob haben sich die Teilnehmer am großen Festumzug am Sonntag beim Dudelsackfestival verdient. Es war an dem Tag extrem schwülwarm und die Sonne brannte den Leuten Löcher in den Pelz. Auch Stephanie Bierholdt und Juliana Kaulfürst, die von einer hölzernen Anhöhe den Zug moderierten, hatten darunter zu leiden. Das nächste Mal – 2022 – nur noch mit Sonnenschutz.

 

Der Heimatverein Schleife hatte beim Umzug die Tradition des Hexenfeuers nachgestaltet. Es qualmte gewaltig auf dem Festwagen. Und nicht nur das – es stank auch genauso.

 

Marlies Wudi vom Gemeinderat Krauschwitz musste in der jüngsten Sitzung unbedingt zwei Veranstaltungen loben und vor allem die Macher dahinter: Der Kulturhausverein Sagar hat mit dem Trödel- und Flohmarkt sowie den Sanierungsarbeiten im Kulturhaus etwas Großartiges auf die Beine gestellt. „Hut ab!“ Der zweite Adressat ist ProKind mit seinem Kinderfest, das klasse gewesen sei.

Während seiner Verabschiedung aus dem 40-jährigen Schuldienst konnte sich der stellvertretende Leiter des Weißwasseraner Lan­dau-Gymnasiums, Andreas Fuhrmann, zwei Seitenhiebe auf die sächsische Bildungspolitik nicht verkneifen. Zum einen, so der 64-Jährige, habe nach der Wende jede seiner Anfragen beim Kultusministerium zu neuen Regelungen geführt. Zum anderen hatte der neue Kultusminister Christian Piwarz Fuhrmanns Abschiedsurkunde unterschrieben. Das kommentierte Andreas Fuhrmann so: „Ich muss jetzt wirklich mal zählen, der wievielte Kultusminister das jetzt ist.“ Tatsächlich hatten seit dem Jahr 1990 bereits neun Personen diesen Posten inne. Piwarz’ Vorgänger Frank Haubitz war übrigens keine zwei Monate im Amt. ⇥ni/trt

(ni/trt)