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| 10:16 Uhr

Zusammenarbeit
Architektur und Design der Moderne zum Baushausjahr

Zum Malcamp steht natürlich die Kreativität im Mittelpunkt der Aktivitäten: Gleich am ersten Abend gestalteten sie große Visitenkarten im A3 Format.  t
Zum Malcamp steht natürlich die Kreativität im Mittelpunkt der Aktivitäten: Gleich am ersten Abend gestalteten sie große Visitenkarten im A3 Format. t FOTO: Martina Arlt
Weißwasser. Malcamp führt junge Deutsche und Polen zusammen.

(mat) Malcamps haben in der Station Junger Naturforscher Techniker seit den 80er-Jahren Tradition. Am Wochenende hat ein solch dreitägiges deutsch-polnisches  Camp mit 16 Zehn- bis 16-Jährigen aus der Region Weißwasser und aus Zary stattgefunden. Dieses gemeinsame kreative Wochenende führte von deutscher Seite her Claudia Müller von der Station an. Sabine Gutjahr zeichnete sich für den künstlerischen Part verantwortlich.

Der polnische Kunstpädagoge Jerzy Litewka und Dolmetscherin Marzena Limanowska sind in Weißwasser keine Unbekannten. „Die jungen Leute kennen sich mittlerweile und es herrscht große Wiedersehensfreude. Es entstanden schon Freundschaften. Dabei entwickelte sich ein Stamm von rund 70 Prozent der Teilnehmer. Schon die Übernachtung in Bungalows ist immer wieder ein Highlight“, sagt Claudia Müller. Sie spricht ebenfalls Polnisch und kann bei Bedarf dolmetschen. Ansonsten erfolgt die Verständigung im Camp mit Deutsch, Polnisch, Englisch sowie Händen und Füßen.

Am Freitagabend leitete Sabine Gutjahr die Gestaltung von Visitenkarten im Format A3 an. Im Camp wurde mit Blick auf das Bauhaus-Jahr 2019 gearbeitet. Architektur und Design der Moderne sind gewünschte Themen.

Am Samstag machten sich die Campteilnehmer auf den Weg zum Glasmuseum in Weißwasser. Sie schauten sich besonders das Wagenfeld-Design in den Vitrinen an. Die jungen Leute skizzierten Gläser und setzten ihre Skizzen in der Station kreativ um. Mit sehr interessanten Ideen wurden die Gebrauchsgegenstände versehen. In diesem Zusammenhang bekam auch der Saal der Station ein neues Flair. Die Scheiben wurden mit Motiven mit Wasserfarben farbig gestaltet. Beim Camp wurden vorwiegend Pastellkreide und Acrylfarben eingesetzt.

Doch die Freizeit kommt auch nicht zu kurz. Am Samstagabend saßen die jungen Leute beim Lagerfeuer beisammen. Das Malcamp endete Sonntag mit einem gemeinsamen Brunch. Selbst gestaltete Papier-Tischdecken und Gläser trugen zum guten Gelingen bei.

Lange müssen die jungen Künstler der Stations-Malwerkstatt jedoch nicht warten, bis es eine Neuauflage gibt. Im Sommer wird zu einem Mädchencamp (16. bis 20.Juli) und in den Herbstferien zu einem Technik-Kreativ-Camp (8. bis 10.September) nach Weißwasser eingeladen. „Diese Camps mit künstlerischen Aktivitäten haben natürlich Begegnungscharakter. Bei Spielen lernen sich die Jugendlichen kennen und dabei werden alte und neue Kontakte geknüpft“, sagt Claudia Müller. Zur guten Seele im Haus gehört auch Eveline Pelz, die mit ihren Kochkünsten für die Verpflegung der Camp-Teilnehmer sorgt. Nudelsalat und andere Salatkreationen kommen bei den jungen Leuten immer gut an.

Die Begegnungen werden aus Mitteln des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes gefördert.