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| 11:13 Uhr

Baustelle Kreisverwaltung Görlitz
Architekten-Verträge jetzt hart auf dem Prüfstand

Görlitz. Verwaltung zieht Konsequenz aus Negativ-Erfahrung.

Die Görlitzer Kreisverwaltung will aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen und bei den Architektenverträgen für den Erweiterungsbau des Landratsamtes externen Sachverstand hinzuziehen. Das versichert der für Finanzen zuständige Beigeordnete des Landrates, Thomas Gampe. Hintergrund sind die durch Vergleiche abgeschlossenen rechtlichen Auseinandersetzungen mit Ingenieur- und Architektenbüros zu den zurückliegenden Baumaßnahmen am Hauptsitz der Verwaltung. Dabei war es um die Frage gegangen, ob es sich um ein oder um mehrere Gebäude handelte. „Die Honorarordnung ist ein komplexes und sich ständig änderndes Regelwerk“, so Gampe. Was heute noch gelte, könne morgen schon ungültig sein. Deshalb bleibe ein gewisses Risiko.

Dem Umstand, dass sich eines der Gebäude auf den für die Erweiterung vorgesehenen Grundstücken als einsturzgefährdet erwiesen hat, kann Gampe sogar etwas Positives abgewinnen: „Das verschafft uns eine gewisse Freiheit.“ Die Sicherung des Gebäudes sei ohnehin vorgesehen gewesen, allerdings noch nicht zu einem so frühen Zeitpunkt.

Zum Juryentscheid über den Architektenwettbewerb gab Planer Matthias Horst Auskunft: „Der Siegerentwurf des Berliner Büros SEK fügt sich sehr harmonisch in den bestehenden Block ein. Die zwei getrennten, aber durch einen Gang im zweiten Obergeschoss verbundenen Gebäude mit ihrer geknickten Form ermöglichen eine große Praktikabilität in der Innengestaltung.“ Von Vorteil seien auch die weiten, gut ausgeleuchteten Innenhöfe.

(ume)