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| 02:50 Uhr

Arbeitsmarkt entwickelte sich 2015 gut

Bautzen. "Bislang lässt sich noch nicht endgültig beantworten, wie sich der Mindestlohn auf dem Arbeitsmarkt auswirkt", stellt Ilona Winge-Paul, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Bautzen, fest. Der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Bautzen und Görlitz habe sich jedoch 2015 positiv entwickelt. Christian Köhler

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen waren Ende November insgesamt 24 923 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. "Im Vergleich zum November 2014 sind also 2338 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen", erklärt die Geschäftsführerin. Bei den kommunalen Jobcentern der Landkreise Bautzen und Görlitz waren 18 862 Menschen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Minus von 995 Personen im Vergleich zum November 2014. Damit ist es zu keiner Steigerung der Arbeitslosigkeit gekommen. Im Gegenteil: "Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse nehmen weiter zu", beschreibt Ilona Winge-Paul die Entwicklung. Die Arbeitslosigkeit sei damit auf dem niedrigsten Stand seit den neunziger Jahren.

Gleichzeitig deutet sich eine Entwicklung bei den Geringverdienern an. Deren Anzahl reduzierte sich im Laufe des Jahres. Im März 2015 übten noch insgesamt 28 628 Personen eine geringfügig entlohnte Beschäftigung aus. Im März 2014 dagegen gab es noch 29 263. Wie sich die Zahl der Minijobber weiter entwickelt, müsse sich noch zeigen.

Trotz der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gebe es 2016 jedoch einige Herausforderungen zu meistern. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nimmt die Zahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter in den nächsten Jahren ab. "Die Fachkräfteengpässe werden sich in einigen Berufen vergrößern, wenn nicht alle Potenziale ausgeschöpft werden, um qualifiziertes Personal für die ostsächsischen Unternehmen zu gewinnen", argumentiert Ilona Winge-Paul.

Auch bei der Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt dürfe man keine kurzfristigen Erfolge erwarten. "Die bisherige Erfahrung zeigt, dass ein langer Atem bis zur Arbeitsaufnahme notwendig ist", so die Geschäftsführerin.